Mann postet dieses Bild: Plötzlich will jeder einen Termin bei seinem Hund

Stings süßen Hundeaugen sind mittlerweile Menschen in ganz Amerika verfallen.
Stings süßen Hundeaugen sind mittlerweile Menschen in ganz Amerika verfallen.  © Facebook/John Muellner

White Bear Lake - Ein süßer Hundeblick kann wahre Wunder bewirken! Das zeigt ein viral gegangener Post aus dem US-Bundesstaat Minnesota.

Hundebesitzer John Muellner postete ein Foto seines zuckersüßen Vierbeiners Sting - mit einer herzerwärmenden Geschichte.

Der ehemalige Rennhund "arbeitet" mittlerweile in der Bibliothek in White Bear Lake als Therapie-Hund. Kinder können zu ihm kommen, ihm vorlesen und so ganz ohne Angst ihre Lesefähigkeiten trainieren, wie Bibliothekarin Ann Wahlstrom gegenüber der TV-Sendung "Today" erklärte.

Sting ist zweimal im Monat für eine Stunde in der Bücherei, drei Kinder bekommen dann je 20 Minuten Zeit. Damit ist er zusammen mit einem zweiten Hund Teil des Programms "Paws to Read" (Pfoten zum Lesen).

"Leider hat sich heute niemand angemeldet, um Sting in der Bibliothek vorzulesen", schreibt sein Besitzer zum Foto des augenscheinlich traurig dreinblickenden Sting. Mit den Reaktionen der Menschen hätte er dabei niemals gerechnet. Über 100.000 Mal wurde der Beitrag bereits geteilt und jeweils über 20.000 Mal geliket und kommentiert.

Der Therapiehund kommt zweimal im Monat in eine städtische Bibliothek, um sich von Kindern vorlesen zu lassen.
Der Therapiehund kommt zweimal im Monat in eine städtische Bibliothek, um sich von Kindern vorlesen zu lassen.  © Facebook/John Muellner

"Oh nein, er sieht so traurig aus. Das tut so weh", schreibt einer. "Wie furchtbar! Ich würde so gern vorbeikommen und ihm vorlesen", ein anderer.

Der Aufruf war also ein voller Erfolg: Ständig rufen Menschen in der Bücherei an und erkundigen sich nach dem knuffigen Sting. "Sie fragen, ob wir das Telefon an Stings Ohr halten und sie ihm vorlesen können", freut sich Wahlstrom.

Ach übrigens: Die Sorgen um den niedlichen Hund waren völlig unbegründet. Den traurigen Blick hat er offenbar bestens drauf. "Das ist sein Markenzeichen", erklärt die Bibliothekarin, "Er sieht einfach so aus."

Außerdem sei Sting gar nicht ganz allein gewesen. Es seien trotzdem Kinder in der Bücherei gewesen, die ihn streichelten, auch wenn sie ihm nicht vorlasen. Und natürlich waren auch die Angestellten jederzeit für ihn da.

Und doch: Noch einen "arbeitslosen" Tag wird es für Sting so schnell nicht geben. Der 10 Jahre alte Vierbeiner ist nach dem Post bereits bis April ausgebucht.

Projekte wie diese gibt es übrigens auch in Deutschland. Hier werden Therapiehunde besonders an Grundschulen eingesetzt, um die Pädagogen zu unterstützen und für ein angenehmes Lernklima zu sorgen. Der Therapiehunde Brandenburg e.V. stattet regelmäßig mit seinen Vierbeinern Stadtbibliotheken Besuche ab.


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