Hund genießt sein letztes Mahl, dann stirbt er

Chichester (Großbritannien) - Ein letztes Mal baden, ein letzter Stadtspaziergang. Nach 14 Jahren sollte das Leben von Hundedame Phoebe enden, denn sie war schwer an Krebs erkrankt.

Es war ihre letzte Mahlzeit und noch einmal sollte es Hundedame Phoebe gut gehen. (Symbolbilder)
Es war ihre letzte Mahlzeit und noch einmal sollte es Hundedame Phoebe gut gehen. (Symbolbilder)  © 123RF Lukas Gojda & Susan Richey-Schmitz

Über ein Jahr kämpfte die Malteserdame gegen die Krankheit an, besser wurde es leider nicht. Sie hatte Atembeschwerden und schlief nur noch die ganze Zeit.

Ihr Frauchen Elaine Potter entschied sich deshalb, sie von ihrem Leiden zu erlösen. Doch bevor der Vierbeiner für immer schlafen würde, sollte Phoebe noch ein letztes Mahl genießen.

Weil das etwas ganz besonderes sein sollte und kein einfaches Fressen aus der Dose, besuchten sie den Landgasthof Earl of March im britischen Chichester.

Dort fiel die Entscheidung auf ein Filet Mignon, ein Steak für rund 34 Euro: "Ich dachte zuerst an ein Brathähnchen, dann aber, dass sie mehr verdient hat. Ich wollte (auch) nicht, dass sie wie ein Hund vom Boden frisst - sie war mein Baby.", sagte Elaine zum "Daily Star".

Während das Frauchen die ganze Zeit weinen musste, genoss Phoebe das Steak auf einem kleinen Tischlein, direkt am Feuer.

Tattoo-Tinte aus der Asche des Hundes

Phoebe bellt jetzt im Himmel.
Phoebe bellt jetzt im Himmel.  © 123RF Volha Bilevich

Auch die Angestellten des Restaurants ließ das Schauspiel nicht kalt. Unentwegt kuschelten sie mit dem kleinen Hund und übernahmen am Ende sogar die Rechnung für das Steak.

"Ich konnte es gar nicht glauben, es war so emotional. Sie haben so viel gekuschelt und Fotos mit uns gemacht. Ich kann ihnen wirklich nicht genug danken. Es war wirklich ein passender Abschied für mein großes Baby."

Doch auch das leckerste Stück Fleisch ist irgendwann aufgegessen und Elaine wusste, was jetzt auf sie zukommt.

Während die Fahrt zum Tierarzt "die Längste ihres Lebens" war, soll der Moment des Abschieds wunderschön gewesen sein:

"Ich habe mein Gesicht genau vor ihres gehalten. Ich war das Letzte, was sie gesehen hat. Es war wunderschön, war es wirklich."

Am Mittwoch wurde die kleine Hündin eingeäschert. Gemeinsam mit ihrem Sohn plant Potter jetzt, die Asche in Tinte verwandeln und sich die Form ihrer Pfote auf den Rücken tätowieren zu lassen.

Zudem will sie Spenden für eine Statue von Phoebe sammeln, die dann im Garten vor ihrem Haus stehen soll.

Immerhin ist die Hundenarrin in ihrer Trauer nicht alleine. Zu Hause hat sie sage und schreibe neun weitere Hunde.

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