Herzinfarkt: Hunde-Welpe stirbt bei Feuerwerk

Wombwell - In Deutschland tobt eine heftige Diskussion über das Verbot von Feuerwerk (TAG24 berichtete). Auch in Großbritannien steht das Himmelsspektakel in der Kritik, allerdings aus einem anderen Grund.

Die kleine Molly wurde nur 18 Wochen alt.
Die kleine Molly wurde nur 18 Wochen alt.

Tierbesitzer kennen die Problematik nur all zu gut. Während sich die meisten Menschen bei Feuerwerk amüsieren und über die bunten Lichteffekte am Himmel nur staunen können, machen sie sich Sorgen um ihr Schützlinge.

Viele Tiere können das plötzliche laute Knallen von Feuerwerk nicht einschätzen und bekommen panische Angst.

So ging es auch der kleinen Molly aus Wombwell bei Barnsely in Großbritannien. Der Welpe war erst 18 Wochen alt, als es am Wochenende in ihrer Gemeinde ein großes Feuerwerk gab.

Die kleine Terrier-Dame bekam dabei solch einen Schreck, dass sie einen Herzinfarkt erlitt und daran starb. Ihre Besitzerin Susan Paterson schreibt auf Facebook:

"Aufgrund der enormen Menge an Feuerwerkskörpern mit lautem Knall, die gestern Abend in Wombwell und im unteren Darfield losgingen, haben wir einen jungen Terrier durch einen Herzinfarkt verloren."

40 Prozent aller Hunde haben Angst vor Feuerwerk

Susan Paterson verlor ihren Hund bei einem Feuerwerk.
Susan Paterson verlor ihren Hund bei einem Feuerwerk.  © Fotomontage: 123RF Pavlo Vakhrushev & Screenshot S

In ihrer Nachricht, die sie in einer lokalen Gruppe geteilt hat, appelliert sie an ihre Mitbürger: "Denken Sie bitte an die Tiere. Molly war erst 18 Wochen alt und starb an FURCHT, die durch Feuerwerk verursacht wurde."

Zudem bittet sie darum, eine Petition zu unterstützen, die sich für eine weitere Einschränkung im Gebrauch von Feuerwerk einsetzt.

Laut Initiatorin Julie Doorne haben 40 Prozent aller Hunde Angst vor lauten Geräuschen. Wenn Feuerwerk dann plötzlich und unvorbereitet für die Besitzer stattfindet, leiden die Hunde Höllenqualen.

"Feuerwerk kann bei Tieren zu ernsthaften Belastungen führen. Sie leiden nicht nur psychisch, sondern auch physisch, da viele versuchen, davor zu fliehen oder sich zu verstecken. Angesichts des extremen Lärmpegels und der Möglichkeit, zu jeder Jahreszeit ein Feuerwerk auszulösen, ist es schwierig, Maßnahmen zum Schutz von Tieren zu ergreifen."

Um das Problem zumindest abzumildern, stellt sie einige Forderungen. So soll es Feuerwerk zum Beispiel nur noch an bestimmten Tagen im Jahr (Weihnachten, Silvester, Chinesisches Neujahresfest...) geben und das mit einer niedrigeren Lautstärke.

Auch wenn es Molly nicht mehr zurückbringt, hoffen aktuelle und zukünftige Hundebesitzer in Großbritannien sicherlich, dass möglichst viele der Forderungen umgesetzt werden.

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