Hund ist voller Furcht und sein Grund so traurig

Karditsa (Griechenland) - Marley war noch ein Welpe, als seine Mutter starb. Voller Furcht kauerte der kleine Vierbeiner neben der Straße, auf der seine Hunde-Mama überfahren wurde.

Der kleine Marley war traumatisiert.
Der kleine Marley war traumatisiert.  © YouTube/Screenshot/DAR Animal Rescue

Das Tier hätte wohl kaum eine Überlebenschance gehabt, wenn nicht das Team von "Diasozo Animal Rescue" zu Hilfe geeilt wäre. Die drei Tierfreundinnen aus dem griechischen Karditsa haben es sich zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hilflose Tiere zu retten.

Über sich selbst schreiben Ermioni, Katerina und Fotini: "Wir retten Tiere, die verlassen, missbraucht, misshandelt und hungrig sind und wir versuchen, ihnen ein besseres Leben zu bieten."

So auch im Fall des kleinen Marley, über den das Team vor wenigen Tagen ein YouTube-Video veröffentlichte. Der gut sechsminütige Film umspannt rund ein Jahr im Leben des Hundes.

Dessen Rettung gestaltete sich seinerzeit als äußerst schwierig. Stundenlang versuchten die Frauen dem Tier näher zu kommen, das verängstigt neben seiner toten Mutter saß und bei jedem Annäherungsversuch die Zähne fletschte.

Das Problem bestand darin, dass der Welpe auf der einen Seite eine Klippe herunterzustürzen drohte und auf der anderen auf die viel befahrene Straße hätte laufen können.

Marley hatte kein Glück

Voller Furcht vergrub Marley seinen Kopf in einer Ecke.
Voller Furcht vergrub Marley seinen Kopf in einer Ecke.  © YouTube/Screenshot/DAR Animal Rescue

Die Tierretterinnen mussten viel Geduld beweisen, was sie am Ende auch taten. Unverletzt konnten sie Marley schnappen und zu sich mit ins Tierheim nehmen. Dort wurde es jedoch nicht unbedingt besser.

Der Welpe vergrub sein Gesicht regelrecht in einer Ecke und ließ sich auch mit Futter nicht weglocken. Immer wieder wehrte er Annäherungsversuche ab und drückte seinen Kopf gegen die Wände. Erneut war ganz viel Geduld vonnöten.

Die Helferinnen setzten schließlich einen ganz lieben Hund ein, der dem Welpen die Angst nehmen sollte. Der Plan ging auf und er kleine Marley konnte schon bald zur Adoption freigegeben werden. Doch ein paar Monate später gab es erneut Probleme und der Rüde kehrte ins Tierheim zurück.

Die Familie, die ihn adoptiert hatte, hatte schon einen Hund, der mit Marley jedoch nie auf eine Wellenlänge kam. Irgendwann schmissen die Beteiligten entnervt das Handtuch.

Momentan lebt der Vierbeiner in einer anderen Einrichtung in Athen und wartet noch immer darauf, dass ihn eine Familie bei sich aufnimmt. Bleibt dem Hund zu wünschen, dass er bald ein richtiges Zuhause bekommt.

Seine Retterinnen bitten unterdessen um Hilfe anderer Art und schreiben auf YouTube: "Wir sind Freiwillige und unsere einzige Ressource sind Spenden. Wir sind auf Sie alle angewiesen, damit wir unseren Schützlingen das Leben bieten können, das sie verdienen. Deshalb sind wir für jede Spende dankbar."

Das Futter beeindruckte den Welpen zunächst nicht.
Das Futter beeindruckte den Welpen zunächst nicht.  © YouTube/Screenshot/DAR Animal Rescue
Annäherungsversuche machten Marley Angst.
Annäherungsversuche machten Marley Angst.  © YouTube/Screenshot/DAR Animal Rescue
Auch den Hund, der ihm helfen sollte, beäugte Marley zunächst sehr kritisch, bellte ihn an.
Auch den Hund, der ihm helfen sollte, beäugte Marley zunächst sehr kritisch, bellte ihn an.  © YouTube/Screenshot/DAR Animal Rescue
Marley heute: Er hatte kein wirkliches Glück, flog aus seiner ersten Familie, wartet noch immer auf ein richtiges Zuhause.
Marley heute: Er hatte kein wirkliches Glück, flog aus seiner ersten Familie, wartet noch immer auf ein richtiges Zuhause.  © YouTube/Screenshot/DAR Animal Rescue

Mehr zum Thema Hunde:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0