Hund sitzt Jahre im Tierheim fest, weil sein Aussehen alle stört

Loxahatchee (Florida) - Was für eine bittere Zeit: Jahrelang musste Hund Jude im Tierheim ausharren, weil alle sein Aussehen störte. Letzten Endes war ein ganzer Hurrikan notwendig, um das Schicksal des Rüden endlich zu wenden.

Jude hat eine schiefe Schnauze.
Jude hat eine schiefe Schnauze.  © Facebook/Screenshot/Big Dog Ranch Rescue

Der sechs Jahre alte Vierbeiner erfreute sich sein Leben lang bester Gesundheit - nur seine Schnauze war von Geburt an total schief. Das ulkige Aussehen führte dazu, dass Jude in Florida im Tierheim "Big Dog Ranch Rescue" von allen potenziellen Kunden ignoriert wurde - über zwei Jahre lang.

Doch im August 2019 zog der Hurrikan Dorian auf, was dazu führte, dass das Tierheim evakuiert werden musste. Die Tierfreunde Jennifer Moore (34) und Joseph Carver (36) erklärten sich aus diesem Grund bereit, Jude vorübergehend bei sich aufzunehmen.

Dann merkte das Paar, was es an ihm hatte und verliebte sich in den Rüden mit der schiefen Schnauze, wie aktuell "Metro" berichtet. Gegenüber dem britischen Blatt äußerte sich das neue Frauchen jetzt über ihre Beweggründe.

"Der Hurrikan war vorübergezogen, doch wir konnten ihn (den Hund) nicht einfach so zurückgeben. Er hatte die Freiheit gespürt und in einem Bett geschlafen, also beschlossen wir, ihn zu adoptieren."

Hund Jude wurde plötzlich zum Lokalmatador

Jude sieht immer irgendwie schräg aus.
Jude sieht immer irgendwie schräg aus.  © Facebook/Screenshot/Big Dog Ranch Rescue

Kaum hatte Jude ein neues Zuhause gefunden, avancierte er in seinem Viertel zu einem kleinen Hunde-Promi. "Jedes Mal, wenn wir draußen sind deuten die Leute auf seine Schnauze und stellen fest wie schief diese ist", so Jennifer Moore.

Die 34-Jährige wunderte sich im Nachhinein, wieso zuvor niemand bereit gewesen war, den Vierbeiner zu adoptieren. Im ganzen Land habe das Tierheim nach einem Interessenten gesucht, doch es klappte einfach nie.

Heute ist alles anders: Jude hat sich mittlerweile in seinem neuen Zuhause hervorragend eingewöhnt und sich schnell mit den anderen Hunden des Paares, Lyric und Banjo, angefreundet.

Jennifer Moore hofft, dass Judes Geschichte andere Menschen dazu ermuntern wird, ungewöhnlichen und verlassenen Hunden das liebevolle Zuhause zu geben, das sie verdienen.

Das Aussehen des Hundes würden sie und ihr Partner ohnehin nicht als Makel, sondern als Gewinn ansehen. Jude sei durch seine schiefe Schnauze schließlich etwas ganz Besonderes.

Und so fand der Rüde am Ende doch noch die perfekte Familie für sein restliches Leben.

Mehr zum Thema Hunde:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0