Hund mit festgefrorenem Krug überm Kopf gefunden

Manitoba (Kanada) - Was haben sie dieser Hündin bloß angetan? Mit einem festgefrorenem Krug überm Kopf wurde der Vierbeiner am Donnerstag in der kanadischen Provinz Manitoba entdeckt.

So wurde die Hündin gefunden.
So wurde die Hündin gefunden.  © Facebook/Screenshot/Manitoba Underdogs Rescue Inc.

Das Gefäß war in diesem Fall jedoch wirklich nur die Spitze des Eisbergs. Wie das kanadische Veterinäramt "Manitoba Underdogs Rescue Inc." via Facebook mitteilte, wurde sechsmal mit einem Luftgewehr auf das Tier geschossen.

Außerdem hatte die etwa zwei Jahre alte Hunde-Dame am ganzen Körper Schnitt- und Bisswunden. Vermutlich hatten ihr letztere andere Hunde zugefügt, die demnach auf sie losgelassen wurden.

Die Tierretter berichteten, dass Greta, wie sie die Hündin nannten, von einer Frau entdeckt wurde. Diese hatte den erschöpften Vierbeiner unter ihrer Terrasse gefunden.

Greta wurde in eine tierärztliche Notfallklinik in Winnipeg gebracht, berichtet das kanadische "CTV News". "Sie stellten fest, dass sie so hungrig war, dass sie einen Teil einer Aluminiumdose gefressen hatte", sagte Lindsay Gillanders, die Medienkoordinatorin für die "Manitoba Underdogs Rescue".

Gillanders erklärte, dass es schwierig zu sagen sei, wie die zahlreichen Verletzungen bei der Hündin verursacht wurden und welche Motivation dahinter stecken könnte.

Hund Greta kein Einzelfall

Der Krug war festgefroren.
Der Krug war festgefroren.  © Facebook/Screenshot/Manitoba Underdogs Rescue Inc.

Die Kosten für die Rettung des Hundes seien in jedem Fall sehr hoch, würden mehrere tausend Kanadische Dollar kosten. Die Tierschützer riefen aus diesem Grund zu Spenden auf.

"Im Winter versuchen wir, eine schöne Reserve an Geldern beiseite zu legen, da wir wissen, dass es bis zu -40 Grad werden kann und es einige wirklich traurige Fälle geben wird, in denen es um erfrorene Hunde, unterkühlte Hunde und abgemagerte Hunde geht", sagte Gillanders.

Leider hatte die Tierhelferin noch weitere schlechte Nachrichten. Denn selbst der Fall von Greta soll in Kanada kein Einzelfall sein. "Die traurige Realität ist, dass wir jedes Jahr wahrscheinlich drei bis vier dieser wirklich, wirklich tragischen Fälle bekommen", sagte Gillanders.

Am Samstag meldete sich das Veterinäramt mit neuen Fotos von Greta, die Mut machen: Die Hündin sieht darauf schon deutlich besser aus, hat sich schon ein wenig erholt und frisst auch wieder.

Bleibt dem Tier zu wünschen, dass es wieder ganz gesund wird. Spenden kann man hier.

Mit einem Spezialmesser entfernten die Helfer den Krug.
Mit einem Spezialmesser entfernten die Helfer den Krug.  © Facebook/Screenshot/Manitoba Underdogs Rescue Inc.
Greta schaute traurig drein.
Greta schaute traurig drein.  © Facebook/Screenshot/Manitoba Underdogs Rescue Inc.
Sechs Luftgewehrkugeln fand man im Körper der Hündin.
Sechs Luftgewehrkugeln fand man im Körper der Hündin.  © Facebook/Screenshot/Manitoba Underdogs Rescue Inc.
Zahlreiche Biss- und Schnittwunden zierten ihren Körper.
Zahlreiche Biss- und Schnittwunden zierten ihren Körper.  © Facebook/Screenshot/Manitoba Underdogs Rescue Inc.
Greta sah am Samstag schon wieder deutlich besser aus.
Greta sah am Samstag schon wieder deutlich besser aus.  © Facebook/Screenshot/Manitoba Underdogs Rescue Inc.

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