Hund mit Hackfleisch-Klumpen vergiftet!

Chihuahua-Hündin Fritzi (1) entging nur knapp einem Giftköderanschlag in der Lunikstraße in Zwickau.
Chihuahua-Hündin Fritzi (1) entging nur knapp einem Giftköderanschlag in der Lunikstraße in Zwickau.

Von Bernd Rippert

Zwickau - Hundsgemeiner Giftanschlag auf einen Mini-Hund: Chihuahua Fritzi (1) fraß am Abend im Eckersbacher Lunikweg ein Hackfleischbällchen. Eine böse Falle - im Köder steckte offenbar Gift. Ein Tierarzt verhinderte den Tod von Fritzi.

Frauchen Bianca Beuchold (27) ging mit ihrem Hündchen Gassi. „Auf Facebookwarnungen vor Giftködern hatte ich nie viel gegeben“, sagt sie. „Aber als sich Fritzi die Lippen leckte, schaute ich nach, was er gefunden hatte. Da lag noch mehr Hackfleisch - frisch. Und mittendrin eine große weiße Tablette ohne Aufschrift.“

Weil der Chihuahua stark zu hecheln begann, brachte Bianca Beuchold ihr Tier sofort zur Tierarztpraxis Beinrucker in Cainsdorf. Inzwischen verwandelte sich das Häufchen Hund (2,5 Kilo) in ein Häufchen Elend.

Veterinär Daniel Hoffmann (33): „Ich leitete mit einer Spritze das Erbrechen ein, gab ihm Aktivkohle und eine Infusion, um mögliches Gift aus dem Körper zu schwemmen.“

Die Untersuchung in der Tierarztpraxis durch Annegret Beinrucker (50) und Daniel Hoffmann (33)
Die Untersuchung in der Tierarztpraxis durch Annegret Beinrucker (50) und Daniel Hoffmann (33)

Der Tierarzt war nach der Arbeit erleichtert: „Dem kleinen Hund drohte Lebensgefahr. Hier wollte jemand Hunde töten, wie zuvor schon auch in Eckersbach und Marienthal. Sehr abgründig!“

Bianca Beuchold heulte die ganze Zeit um ihren geliebten Hund. Nach Fritzis Rettung bleibt die Angst: „Ich weiß nicht, wie es mit dem Gassigehen weiter gehen soll.“ Die Polizei lässt derweil das Hackfleisch untersuchen.

In der Vergangenheit waren in Sachsen immer wieder mit Nägeln oder Gift präparierte Hundeköder in Parks und an Straßen gefunden worden, etwa in Leipzig, Dresden oder Chemnitz.

Fotos: Maik Börner


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