Hund nagt sich vor Schmerzen das eigene Bein ab

Citrus County, Florida (USA) - Unvorstellbar, was einem Hund in den USA passiert ist. Über zwei Jahre musste der mit einer Verletzung und schlimmen Schmerzen leben.

Die arme Neoma erlebte eine grauenvolle Zeit.
Die arme Neoma erlebte eine grauenvolle Zeit.  © Screenshot/Facebook/Ziggys legacy rescue

Als sich der Labrador-Terrier-Mischling Neoma vor zwei Jahren das Bein brach, begann eine unglaubliche Leidenszeit für den Hund.

Fortan litt der Vierbeiner unter einem sogenannten Flamingo-Bein und konnte es nicht mehr richtig belasten.

Trotz wochenlanger Rehabilitation verbesserte sich der Zustand nicht, ganz im Gegenteil. Aufgrund der Fehlbelastung entstanden Druckstellen, die zu heftigen Schmerzen führten.

Aus purer Verzweiflung begann Neoma dann irgendwann damit, ihren eigenen Fuß abzunagen. Ein Tierarzt riet dem Besitzer dazu, das Tier operieren zu lassen.

Der wollte laut Sun allerdings nicht die notwendigen 1200 Dollar bezahlen und so wurde der Zustand der Hündin immer schlimmer.

Einige Monate ging das so, bis er endlich in ein Tierheim Ziggy's legacy rescue kam. Und das ließ kein gutes Haar an seinem Herrchen:

"Der Hund hatte seit zwei Jahren ein gebrochenes Bein und keine tierärztliche Behandlung. Sie kaute sich die Pfote ab (Dokumentiert am 18. November von einem Arzt) und hatte im November einen Wurf Welpen zu Hause, während ihre Pfote fehlte und der Knochen freigelegt war."

Und weiter heißt es: "Der Beinstumpf mit einem freiliegenden Knochen war zu eng in ein nasses Bettlaken gewickelt. [...] Drei Monate saß sie so und erhielt KEINE tierärztliche Betreuung."

Besitzer muss keine Folgen befürchten

Während es Neoma wieder besser geht, muss der Besitzer keinerlei Konsequenzen fürchten.
Während es Neoma wieder besser geht, muss der Besitzer keinerlei Konsequenzen fürchten.  © Screenshot/Facebook/Ziggys legacy rescue

Doch auch wenn die Fakten kein gutes Licht auf den Besitzer werfen, muss der nach Auskunft des zuständigen Citrus County Sheriff's Office mit keinerlei Konsequenzen rechnen.

Zuständige Tierschutzbeamte fuhren zu seinem Haus und fällten anschließend ein positives Urteil:

"Ohne zu zögern, erlaubte der Besitzer den Beamten, sich die Lebensumstände sowie die zusätzlichen Hunde anzusehen, die auf dem Grundstück wohnten. Die Tiere waren in sichtbar guter Gesundheit. Das ganze Haus war sehr sauber und alle Hunde hatten mehrere Wasser- und Futternäpfe, die sauber waren. Es gab keine Gerüche oder beobachteten Verstöße."

Zum Fall Neoma heißt es: "Wir verstehen, dass die erforderliche Amputation des Beines unglücklich ist. Der Besitzer hat jedoch die rechtlichen Anforderungen erfüllt [...]. Der Besitzer ist ein selbsternannter Retter, der Tiere beherbergt und seit vielen Jahren Hunde besitzt."

Ein Statement, das das Tierheim rasend vor Wut macht: "Keine Tierarztversorgung für einen schwer verletzten Hund. Ihn so lange leiden lassen. Das ist ein Verbrechen."

Das Geplänkel zwischen dem ehemaligen Besitzer, dem Tierheim und der Polizei wird wohl noch eine Weile so weitergehen. Was am Ende aber wirklich zählt, ist, dass es Neoma wieder besser geht und sie eine wundervolle neue Familie findet.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Ziggys legacy rescue

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