Hund kämpft um sein Leben, weil er seine Besitzer schützen wollte

La Plata (Argentinien) - Wie herzlos und kalt können Menschen nur sein? In Argentinien haben Einbrecher nicht nur ein wehrloses Rentnerpaar überfallen, sondern auch deren Hund niedergeschossen. In einer Tierklinik kämpft der Vierbeiner jetzt um sein Leben.

Der 12-jährige Malevo wurde von Einbrechern rücksichtslos über den Haufen geschossen.
Der 12-jährige Malevo wurde von Einbrechern rücksichtslos über den Haufen geschossen.  © Screenshot/Instagram/emergencias_argentinas

Der 76-jährige Renato Santoni lebt gemeinsam mit seiner Frau in einem Haus in La Plata nahe Buenos Aires.

Als vier Einbrecher das Anwesen in der vergangenen Woche überfallen wollten, hatten sie die Rechnung ohne den 12-jährigen Border Collie Malevo gemacht.

Der Hund begann sofort seine Besitzer zu verteidigen und attackierte die Männer. Allerdings war es ein kurzer und ungleicher Kampf.

Einer der Einbrecher zog seine Waffe und schoss dem Hund in den Kopf. Danach drangen sie ins Haus der Rentner ein:

"Die Jungs schienen zwischen 25 und 30 Jahren alt zu sein. Als sie kamen, sollten wir uns auf den Boden legen. Ich konnte aber nicht, weil ich ein Beinleiden habe. Zum Glück glaubten sie mir das."

Skrupellos klauten die Diebe laut "El Dia" ein Smartphone, eine Schrotflinte und einen Flachbildfernseher. Zudem zwangen sie Renato mit vorgehaltener Waffe zur Herausgabe seiner Rente (rund 530 Euro).

"Sie hatten großes Glück, dass ich erst am Vormittag bei der Bank war, um die Rente abzuheben."

Hund kämpft in Tierkrankenhaus um sein Leben - Polizei und Nachbarn sammeln Spenden

Geduld, Bangen und Hoffen sind nun angesagt. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob der Hund überlebt (Symbolbild).
Geduld, Bangen und Hoffen sind nun angesagt. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob der Hund überlebt (Symbolbild).  © 123RF olegdudko

Der schwerverletzte Hund wurde von der Polizei in ein Tierkrankenhaus gebracht. Dort ist er an ein Beatmungsgerät angeschlossen und ringt mit dem Tod, so die "Daily Mail".

Da sich das ältere Ehepaar die Versorgung des Haustiers aber nicht leisten kann, sammeln Ordnungshüter und Nachbarn jetzt Spenden für den Hund.

Auch auf der Instagram-Seite "Emergencias Argentinas" wird dazu aufgerufen:

"Malevo, der Hunde, der von Kriminellen angeschossen wurde, um ein Rentnerpaar auszurauben, braucht Hilfe. Malevo braucht über mehrere Monate spezielles (flüssiges) Essen, das teuer und schwer zu beschaffen ist."

Aktuelle Nachrichten, wie es ihm geht, gibt es nicht. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob und in welchem Zustand er überleben wird.

Man kann Renato und seiner Frau nur wünschen, dass sie den Schock vom Einbruch gut verarbeiten und auch für die nächsten harten Wochen viel Kraft besitzen.

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