Verstörend, was sich unter dieser Fellmatte verbirgt

USA - Auf den ersten Blick sieht man auf diesen Fotos einfach nur einen Haufen Fell. Doch genau unter diesem Haufen versteckt sich ein Lebewesen: ein Hund!

So wurde Ellie Mae gefunden.
So wurde Ellie Mae gefunden.  © Nebraska Humane Society

Der Hund namens Ellie Mae hatte in letzter Zeit kein einfaches Leben. Monatelang muss der Vierbeiner verwahrlost gelebt haben, nun starb das Herrchen. Mitarbeiter einer Firma, die das Haus ausräumen sollten, fanden schließlich diese riesige Fellmatte und brachten diese zur Tierschutzorganisation "Nebraska Humane Society" im US-Bundesstaat Nebraska.

Tierärzte machte sich sofort an die Arbeit. Um Ellie Mae die Prozedur so einfach wie möglich zu gestalten, bekam sie eine Narkose. Drei Ärzte kümmerten sich gleichzeitig um das Tier.

Zunächst wurde das komplett verfilzte und langgewachsene Fell mit Hilfe von Scheren und einer Haarschneidemaschine entfernt. Doch nicht nur das Fell stellte die Ärzte vor eine Herausforderung.

Tierärztin Amber Horn zeigte sich während des Eingriffs kritisch: "Ich hoffe, wir können ihre Beine retten." Denn bei einem ähnlichen Fall sorgte das viele Fell dafür, dass kein Blut mehr durch die Beine fließen konnte. In Folge dessen mussten diese teilweise amputiert werden.

Ein Zehennagel war ganze 18 Zentimeter lang.
Ein Zehennagel war ganze 18 Zentimeter lang.  © Nebraska Humane Society

Knapp 18 Zentimeter lange Fußnägel hatte der Vierbeiner ebenfalls - alles verwachsen in Haaren, Kot und Sand.

Nach einer Stunde wurden ganze vier Kilogramm vom stinkenden Fell des Vierbeiners beseitigt. Der knapp fünf Kilo schwere Hund musste monatelang eine schwere Last mit sich tragen.

Doch zum Glück konnte bei den Beinen Entwarnung gegeben werden, lediglich eins war infiziert. Ellie Mae braucht nun noch eine Operation, um ihren Eingeweidebruch zu heilen. Außerdem müssen ihre Zähne und ihr Gebiss ärztlich behandelt werden.

Neben der Infektion im Bein, die mit Antibiotika behandelt wird, leidet der Hund an einem Muskelschwund und einer Arthritis im Rücken.

Fünf Stunden später war der Vierbeiner wieder wach und durfte nach draußen. Doch aller Anfang war schwer. Weil sie sich in letzter Zeit überhaupt nicht mehr bewegte, fiel ihr das Laufen zu Beginn noch nicht so einfach, sie strauchelte ein wenig. Doch das ist bei dieser Leidensgeschichte normal.

Zwei Wochen ist das ganze nun her und Ellie Mae geht es endlich wieder prächtig, wie Nebraska Humane Society berichtet.

Nach der mehrstündigen Behandlung konnte sich der Vierbeiner wieder sehen lassen.
Nach der mehrstündigen Behandlung konnte sich der Vierbeiner wieder sehen lassen.  © Nebraska Humane Society
Unter dem Fell war tatsächlich ein Hund.
Unter dem Fell war tatsächlich ein Hund.  © Nebraska Humane Society

Titelfoto: Nebraska Humane Society

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