Verwahrloster Hund nicht mehr zu erkennen: So sieht er heute aus

Weston-super-Mare (England) - Was für ein verfilztes "Wollknäuel"! Als entsetzte Tierschützer am vergangenen Donnerstag den kleinen Hund Marley zu Gesicht bekamen, trauten sie ihren Augen nicht.

Marley war überhaupt nicht mehr zu erkennen.
Marley war überhaupt nicht mehr zu erkennen.  © RSPCA

Das Tier war von einem Fußgänger nahe des englischen Städtchens Weston-super-Mare gefunden und zur RSPCA (dt. königliche Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten an Tieren) gebracht worden.

Der rund 12 Jahre alte Shih-Tzu-Mischling war kaum mehr zu erkennen. Sein Fell war derart verfilzt und in Urin getränkt, dass Marley sich kaum noch selbst bewegen konnte. Seine Zehennägel maßen unfassbare zehn Zentimeter, berichtet aktuell die "Daily Mail".

Durch das viele Fell, das sich um seine Pfoten verwachsen hatte, sahen diese eher wie Flossen aus. Marley wurde schließlich zum "RSPCA Brent Knoll"-Tierzentrum gebracht. Ein Tierarzt sah sich dort mit der schwierigen Aufgabe konfrontiert, vier Pfund verfilztes Fell von dem Rüden abzuschneiden und ihn zu rasieren.

Was sich hinter dem ganzen Gestank und den vielen Haaren verbarg, war dann allerdings ein süßes, kleines Hündchen.

RSPCA will Verantwortliche unbedingt finden

Unglaublich: Dieser süße Hund kam unter dem verfilzten Fell hervor.
Unglaublich: Dieser süße Hund kam unter dem verfilzten Fell hervor.  © RSPCA

Alison Sparkes, Tierschutzbeauftragte der RSPCA, die die Ermittlungen für die Tierschutzorganisation durchführt, sagte, dass der Hund aufgrund des vielen verwachsenen Fells erhebliche Schmerzen hatte. "Sein Schwanz hatte auch einen Dreadlock aus Fell, der 25 Zentimeter lang war und vom Ende abhing", so die Tierschützerin.

Sparkes fügte hinzu: "Wir möchten unbedingt die Person finden, die dafür verantwortlich ist, dass Marley in einen so schrecklichen Zustand geriet. Es muss Monate gedauert haben, bis er so wurde..."

Und weiter: "Wenn jemand Marley erkennt oder weiß, woher er gekommen ist, möchte ich ihn eindringlich bitten, uns vertraulich... zu kontaktieren... Er hat einen Mikrochip, daher wissen wir, wie er heißt, wie alt er ist..."

Die Informationen seien jedoch nicht auf dem neuesten Stand, weshalb sich das Team bemühe mehr darüber herauszufinden, wem er in letzter Zeit gehörte oder wer für ihn hätte sorgen müssen.

Viele Fragen sind also derzeit noch offen. Bleibt zu hoffen, dass die RSPCA die Verantwortlichen findet und zur Rechenschaft ziehen kann. Marley dürfte in jedem Fall das schlimmste Kapitel seines Lebens hinter sich haben.

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