Er machte die Effekte bei "Herr der Ringe": Jetzt brachte er seine Eltern um

London - Weil seine Eltern nicht gut genug auf seinen Hund aufpassten, soll der 48-jährige Sergey Koudryavtsev sowohl seine Mutter als auch seinen Vater umgebracht haben.

Sergey Koudryavtsev muss mehrere Jahre in den Knast.
Sergey Koudryavtsev muss mehrere Jahre in den Knast.  © Twitter/NZStuff & 123RF/lunja

Einige Tage nach dem Mord im Mai dieses Jahres meldete er sich bei der Polizei, um die Tat zu gestehen, wie "The Evening Standard" berichtet. Vor Gericht in London hat er sich in dieser Woche schuldig bekannt.

Der 48-Jährige lebte einige Zeit in Wellington (Neuseeland). Dort arbeitete er als "visual effects"-Künstler und gehörte zum Team, das Filme wie Herr der Ringe, X-Men, Avatar und Planet der Affen bearbeitete.

Aus Wut auf seine Eltern, weil diese sich seiner Meinung nach nicht ausreichend um seinen Hund Enzo kümmerten, soll er beide erstochen haben.

Nachdem der 48-Jährige den Beamten die Adresse gab, eilten die Polizisten zum Haus des Ehepaares im Westen Londons.

Seine Mutter Tatiana Koudriavtseva (68), eine Dozentin, wurde von den Beamten tot in der leeren Badewanne gefunden. Vater Vladimir Koudriavtseva (69), ein Professor für Mathe und Physik wurde im Schlafzimmer gefunden.

Vor Gericht bekannte er sich jetzt voll schuldfähig. Den Gedanken, seine Eltern zu töten, soll er bereits seit über drei Monaten gehabt haben, wie er dem Gericht erzählte. Zwar habe er auch versucht, seinen Zorn zu stoppen, doch am 20. Mai tötete er schließlich beide auf brutale Weise.

Sergey Koudryavtsev hatte besondere Bindung zu Hunden

Koudryavtsev sagte: "Hätte man mich einen Tag davor gefragt, ob ich es mache, hätte ich definitiv nein gesagt, aber an diesem Tag habe ich es gemacht, ich war bei vollem Bewusstsein und wusste genau, was ich da tue."

Vorausgegangen sei dem ein Streit um seinen Hund. Denn zu den Vierbeinern hatte Sergey eine besondere Bindung, wie "Metro" berichtet. Während er in Neuseeland wohnte, hatten er und seine Frau bereits zwei Hunde - Boris und Nikita. Doch Boris wurde krank und musste eingeschläfert werden. Also kaufte er sich die Dogge Enzo.

Als dann auch noch Nikita starb, soll der Russe "furchteinflössend" geworden sein und gab zudem seiner Frau die Schuld an dem Tod des Tieres. Sergey zog zurück nach England in das Haus seiner Eltern - gemeinsam mit Hund Enzo.

Doch dort soll er frustriert und böse geworden sein, weil seine Eltern das Fenster offen ließen, obwohl der Vierbeiner eine Zahninfektion hatte. Einen Tag vor der Tat soll die Mutter einem Freund erzählt haben, dass ihr Sohn aggressiv sei und besessen von seinem Hund sei.

Der 48-Jährige wurde nun zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Titelfoto: Twitter/NZStuff & 123RF/lunja


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