Streuner dringt nachts in Haus ein und bricht allen das Herz

Philadelphia (Pennsylvania) - Was für ein Weihnachtswunder: Straßenhündin Suzy schlich samstagnachts durch das kalte Philadelphia auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen. Plötzlich bemerkte sie, dass die Tür eines Hauses einen Spalt offen stand und schlich sich in die Wohnung einer Familie.

Die Straßenhündin schlich sich in das Haus.
Die Straßenhündin schlich sich in das Haus.  © Twitter/Screenshot/@JJFromTheBronx

Als Emily Jokinen mitten in der Nacht ihren Ehemann Jack weckte, um ihm mitzuteilen, dass sie einen Hund im Haus gefunden hatte, verstand er zunächst nicht ganz, was sie meinte. Das Paar, das selbst einen Rüden und eine vier Wochen alte Tochter hat, musste die Situation erstmal richtig einordnen, berichtet "Today".

Sie warfen deshalb einen Blick auf ihr Überwachungsvideo und sahen, dass die Hündin gegen 3.15 Uhr die Treppe hochgehumpelt war. Da die Tür des Hauses versehentlich einen Spalt offen gestanden hatte, wusste die Streunerin ihre Chance zu nutzen. Suzy, wie die Familie sie nannte, hatte einen echten Glückstreffer gelandet.

Denn Jack und Emily Jokinen schlossen das ausgemergelte Tier sofort in ihr Herz. Das Paar rief einen Notfalltierarzt an, der feststellte, dass der Vierbeiner keinen Mikrochip hatte.

Dafür hatte Suzy jede Menge gesundheitliche Probleme mitgebracht, darunter viele Flöhe, Zecken, Zahnprobleme und verletzte Pfoten. Laut Jack wog Suzy nur 8,5 Kilogramm und damit nur halb soviel, wie es mindestens hätte sein müssen.

Suzy lebte sich schnell in ihrer neuen Familie ein

Suzy wirkte zu Beginn noch ziemlich bedrückt.
Suzy wirkte zu Beginn noch ziemlich bedrückt.  © Twitter/Screenshot/@JJFromTheBronx

Jack Jokinen beschloss die Welt an der rührenden Weihnachtsgeschichte teilhaben zu lassen und verbreitete sie auf Twitter, unterlegt mit zahlreichen Fotos und Videos.

Der Amerikaner traf augenscheinlich einen Nerv, denn mittlerweile klickten über 600.000 User seinen Hauptbeitrag an. Diesen ergänzte der Vater immer wieder mit zahlreichen Zusatzinformationen und neuen Bildern. Außerdem wurden die Medien auf die Geschichte aufmerksam, wollten alle über das Weihnachtswunder berichten.

Und Suzy? Sie brauchte nur zwei Tage, um sich in ihrem neuen Zuhause einzuleben. Ihr Artgenosse, Familienhund George, teilt mittlerweile sogar brüderlich seinen Schlafplatz mit der Hündin.

"Sie hat viel durchgemacht", sagte Jack. "Sie ist nicht dort, wo sie sein sollte, gesundheitlich gesehen, aber... wir gehen in die richtige Richtung..."

Leider ist Suzy so krank, dass niemand so recht weiß, ob sie noch viel Zeit vor sich hat. Die Familie hofft in jedem Fall, dass sie noch ein schönes Weihnachtsfest mit ihr erleben wird.

Es wäre bitter, wenn diese Geschichte nach so kurzer Zeit eine tragische Wendung nehmen würde.

Jack Jokinen verbreitete die Geschichte auf Twitter, erreicht allein dort über 600.000 Menschen.
Jack Jokinen verbreitete die Geschichte auf Twitter, erreicht allein dort über 600.000 Menschen.  © Twitter/Screenshot/@JJFromTheBronx

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