Hund scheint unvermittelbar zu sein, dann kommt ein Mann auf eine kuriose Idee

Merriam (USA) - Vor über einem Jahr kam der Terriermischling Queen in ein Tierheim. Ein Mann, der sich um die Vermittlungen von Tieren sorgt, besuchte sie seitdem regelmäßig. Seine skurrile Idee sorgte nun endlich für ein neues Zuhause.

Das ist Queen in ihrem ehemaligen Reich.
Das ist Queen in ihrem ehemaligen Reich.  © Screenshot/Facebook/Mission Driven

Die Terrierdame Queen soll laut Yahoo Lifestyle vor über einem Jahr von Beamten der örtlichen Tierrettung hinter Müllcontainern gefunden worden sein.

Verwahrlost und mit verschiedenen Krankheiten kam sie schnell in das Great Plains SPCA Tierheim. Dort wurde sich gut um Queen gekümmert.

Auch ein Nachbar der Einrichtung, Scott Poore, besuchte den Hund oft. Der Mann hat vor Jahren seinen Job aufgegeben, damit er sich komplett um schwer vermittelbare Hunde kümmern kann.

Immer wieder besucht er so verschiedene Tierheime und stellt die Hunde auf seiner Facebookseite Mission Driven vor. Oft werden sie daraufhin adoptiert.

Auf der gleichnamigen Internetseite verkauft er auch T-Shirts für Hundeliebhaber. Das finanziert sein neues Leben als besonderer Tiervermittler.

Das Schicksal von Queen hat ihn jedoch nie losgelassen. Der Terriermischling ist pflegeleicht, verspielt und kommt mit allen Menschen klar. Warum wollte ihn also niemand haben?

Mann zieht ins Tierheim und streamt Alltag auf Facebook

Scott Poore schlief über eine Woche im Tierheim.
Scott Poore schlief über eine Woche im Tierheim.  © Screenshot/Facebook/Mission Driven

Nach über 400 Tagen hat es Scott Poore gereicht. Er verstand die Welt nicht mehr.

"Seit über einem Jahr versuche ich, mir kreative Out-of-the-Box-Ideen auszudenken", sagt Poore gegenüber Yahoo Lifestyle. "Aber ich konnte nicht herausfinden, warum wir Queen nicht vermitteln konnten."

Nach all der Zeit kam Poore dann auf die kuriose Idee: Er wollte in das Tierheim ziehen und solange bleiben, bis der Hund erfolgreich vermittelt wurde.

Gedacht, gefragt: Poore hat sofort grünes Licht von Tierheimchefin Tam Singer bekommen. So verrückt die Idee auch schien, "Singer nannte den Plan sogar fantastisch", berichtet Poore weiter.

Singer begründete die Erlaubnis zur ungewöhnlichen Aktion: "Er hat die Fähigkeit, einzelne Hunde zur Sache zu machen. Er hat so vielen unserer Hunde und sogar Hunden im ganzen Bundesstaat Kansas geholfen", sagte sie Yahoo Lifestyle.

Um möglichst viele Menschen mit dieser besonderen Aktion zu erreichen, hat Poore nicht nur die lokalen Medien eingeladen, sondern den Alltag im Tierheim immer wieder live gestreamt. Auf seiner Facebookseite schalteten so bis zu 100.000 Leute ein, wenn er Live-Videos sendete.

Poore konnte auch eine Frage beantworten, die in den Kommentaren immer wieder zu lesen war: Er nahm Queen nicht selbst bei sich auf, da er bereits einen Hund habe. "Würde ich jedes Tier adoptieren, dass ich hier vermitteln möchte, hätte ich schon jetzt 1.000 Hunde zu Hause", sagte er in einem Video.

"Ich wusste ehrlich gesagt nicht, ob ich 24 Stunden oder einen Monat im Tierheim sein würde", sagte Scott Poore Fox News. Er fügte jedoch mit einem Zwinkern hinzu, dass er dankbar war, dass er nur eine Woche bleiben musste. Denn so schnell war letztlich eine Familie gefunden, die von dem Schicksal Queens erfuhr und ihn adoptierte.

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