Hundsitterin geht mit kleinem Terrier gassi, danach ist der Hund tot

Miramar (USA) - In den USA ist diese App der neue Trend. Sie heisst "Wag" und lässt Hundehalter schnell Leute finden, die ihre Tiere ausführen. Klingt super. Aber für einen kleinen Hund endete das tödlich.

Die mysteriöse Hundesitterin "Hannah" mit dem leblosen Hund Bella auf dem Arm.
Die mysteriöse Hundesitterin "Hannah" mit dem leblosen Hund Bella auf dem Arm.  © Screenshot/YouTube/Susan Chana Lask

Die "New York Post" berichtete jetzt über den Fall von Hundebesitzerin Angela Composto (52) aus Miramar, Florida.

Auch Angela nutzte vor einigen Tagen die App Wag, um ihre beiden Hunde von einem der "professionellen Gassi-Geher" betreuen zu lassen. Angela selbst war beruflich unterwegs.

Eine Hundesitterin namens "Hannah" meldete sich und kam zum verabredeten Termin, um mit den beiden kleinen Hunden (Yorkshire-Terrier Bella und Cavalier King Charles Spaniel Chloe) gassi zu gehen.

Rund 30 Minuten später kehrte die Frau zurück. Unter dem Arm einen leblosen Hund: Bella! Die Überwachungskamera das Hauses zeichnete es auf.

Wie es in der App üblich ist, schickte die Hundesitterin der Hundebesitzerin noch eine Nachricht, wie es den Hunden gehe.

Nach Gassi gehen, war der Hund tot

Hundesitterin Hannah schrieb noch diese Nachricht, dann war sie weg.
Hundesitterin Hannah schrieb noch diese Nachricht, dann war sie weg.  © Screenshot/YouTube/Susan Chana Lask

Dabei gab Hannah "pflichtbewusst" an, dass die kleine Bella gestürzt sei. Das wäre aber kein Problem. Sie werde die Hunde in ihre Boxen legen und noch bleiben, um nach Bella (8) zu schauen.

Genau das tat sie aber nicht. Wie Aufnahmen der Überwachungskamera zeigen, verließ Hannah nur sechs Minuten später das Haus.

Durch die Nachricht misstrauisch geworden schickte die Hundemama Angela Composto schnell jemand anderen ins Haus, um nach den Hunden zu schauen.

Chloe ging es gut, aber Bella war tot.

Angela Composto war völlig verzweifelt. "Ich kann nicht verstehen, wie ein kleiner Hund von einem Spaziergang tot zurückkommt", sagt sie der New York Post. "Ich wollte schreien und ich brach in Tränen aus. Ich konnte nicht einmal atmen."

Woran starb der Hund wirklich?

Sie wird wohl nie erfahren, ob der kleine Hund noch am Leben war, als er zurückgebracht wurde, oder ob ein Tierarzt noch hätte helfen können. Denn die App gibt die Identität der Hundesitterin Hannah nicht heraus.

Allerdings boten die Betreiber von Wag an, die Tierarztkosten zu übernehmen. Allerdings brach dann die Kommunikation ab. Bezahlt wurde nichts.

Trotz tierärztlicher Untersuchungen konnte die genaue Todesursache des kleinen Hundes nicht mehr nachvollzogen werden. Festgestellt wurde aber, dass die linke Seite des Schädels und auch ein Bein verletzt waren.

Angela Composto will nun gegen Wag klagen.

Vorsicht vor (falschen) Hundesittern

Seit 2014 gibt es laut "New York Post" in den USA 15 Fälle von verlorenen oder toten Hunden im Zusammenhang mit der Hundesitter-App.

Das Risiko, dass die dort angepriesenen Hundesitter keine Ahnung von Tieren haben, oder sich einfach nicht richtig kümmern wollen, scheint enorm hoch zu sein. Schließlich ist es für vermeintliche Profis leicht verdientes Geld.

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Titelfoto: imago images / Westend61

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