Hunde spielen am Bahnübergang, dann kommt ein Zug angebrettert

Romanshorn (Schweiz) - An einen Bahnübergang zu spielen, ist sehr gefährlich, das wissen sogar kleine Kinder. Eine Hundehalterin verpasste es wohl, dies ihren Tieren beizubringen.

An einem Bahnübergang ereignete sich das Drama. (Symbolbild)
An einem Bahnübergang ereignete sich das Drama. (Symbolbild)  © 123RF/Milos Muller

Im beschaulichen Romanshorn in der Schweiz tollten nämlich zwei Hündchen mitten an einem beschrankten Bahnübergang herum.

Eine Fußgängerin, Patrizia Giezendanner (38), sah die beiden Tiere, wie sie an der gefährlichen Stelle völlig aufgedreht waren. Dann schlossen sich die Schranken.

"Ich war am Dienstagmorgen auf dem Nachhauseweg vom Chiropraktiker und musste bei der Barriere am Bahngleis warten", erklärte Giezendanner das herannahende Drama dem Schweizer Medium 20 Minuten.

"Plötzlich sprangen die zwei kleinen Hunde mit Vollgas an mir vorbei und gegen den fahrenden Zug."

Sie soll die beiden sogar noch kurz verfolgt und gerufen haben, doch alles half nichts, das Unglück nahm seinen Lauf.

Als der Zug weg war, schaute sie nach den Tierchen: "Ich war schockiert", so Giezendanner weiter. "Es hatte einen von beiden offenbar an einen Steinpfosten geschleudert. Er blutete aus den Augen, dem Mund und der Nase." Der andere wurde nicht erfasst, blieb unverletzt.

Polizei ermittelte in dem Fall

Der Helfer-Instinkt der Dame war sofort geweckt. "Ich habe ihn gestreichelt und mit ihm geredet, damit er wach bleibt", berichtete sie dem Medium weiter. Patrizia Giezendanner rief ebenso die Polizei und deckte das Tier zu, damit es sich nicht unterkühlt.

Ein Autofahrer beobachtete die Situation. Er soll die Frau angesprochen haben, ob es ihre Hunde seien, die da verunglückten. Als sie verneinte, fuhr er angeblich einfach los. "Das fand ich daneben", so die 38-Jährige.

Als die Polizei eintraf, tauchte auch die Halterin der Hunde auf. Sie soll von dieser Situation schockiert gewesen sein, meinte, die Tiere seien ihr beim Spazieren ausgebüxt.

Auf Nachfrage von 20 Minuten bestätigte die Polizei den Einsatz offiziell: "Gegen 9.45 Uhr ging bei uns die Meldung ein, dass an der Hafenstrasse ein Hund durch einen Zug verletzt worden sei", sagte Polizeisprecher Daniel Meili.

Die unbekannte Frau soll die Hunde daraufhin mitgenommen haben. Ob der schwer verletzte Hund in Behandlung ist, ist derzeit unklar. Ebenso ist nicht geklärt, ob sie mit einem Verfahren wegen Eingriffs in den Eisenbahnverkehr rechnen muss.

Titelfoto: 123RF/Milos Muller

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