Grausamer Hunde-Hasser will arme Vierbeiner töten: Wer tut so etwas?

Nürnberg - Würstchen, die mit scharfen Dingen gespickt sind, ein unbekanntes weißes Pulver mit Haferflocken oder blaue Kügelchen: Ein grausamer Tierhasser versetzt liebevolle Hundehalter in Nürnberg in Angst und Schrecken.

Nadine S. aus Nürnberg hat große Angst um ihren geliebten Hund Camino.
Nadine S. aus Nürnberg hat große Angst um ihren geliebten Hund Camino.  © News5/Merzbach

Die potenziell tödlichen Leckerlis für die Vierbeiner, die sich bereits seit Oktober des vergangenen Jahres immer wieder im Süden der Stadt in Bayern finden lassen, bereiten große Sorgen.

Mehrere Fälle wurden bei der Polizei angezeigt, der oder die Täter konnten bislang allerdings nicht gefasst werden. Die schreckliche Serie, bei der ein Hund äußerst qualvoll an einem Köder, der mit Rattengift versetzt war, gestorben ist, hat somit noch kein Ende gefunden.

Ganz im Gegenteil: Offenbar erweitert sich das Gebiet, in welchem die feigen Anschläge auf die arglosen Hunde verübt werden, zusehends.

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"Die Meldungen nehmen zu, deswegen tragen wir ein Giftköderschutznetz. Da ist das Gassigehen beruhigender", erklärte Hundehalterin Nadine S. aus Nürnberg im Gespräch mit NEWS5. "Mit dem Giftköderschutznetz fühle ich mich befreiter, zuvor war das ein Spießrutenlauf."

Ganz besonders in der Dunkelheit der Nacht sei ein Spaziergang "sehr beängstigend".

"Man ist immer mit einem mulmigen Gefühl unterwegs gewesen", führte die Tierliebhaberin deutlich aus.

Hundehasser: PETA schaltet sich ein, Polizei mit Schwerpunkteinsatz

Nadine S. liebt die Spaziergänge mit ihrem Vierbeiner, macht sich aber große Sorgen.
Nadine S. liebt die Spaziergänge mit ihrem Vierbeiner, macht sich aber große Sorgen.  © News5/Merzbach

Gleich zweifach stieß Nadine laut eigener Aussage bei Spaziergängen mit ihrem Hund Camino auf entsprechende Köder, die für ihren geliebten Vierbeiner den Tod hätten bedeuten können.

Die Nürnbergerin brachte die jeweils präparierten Fleischstücken zur Polizei, machte zudem Fotos.

Die Stücke waren mit weißem Pulver versetzt. Um was es sich handelt, ist unklar. Die Untersuchung der Substanz in einem Labor dauert noch an.

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Aufgrund der bedrohlichen Lage für die armen Tiere hat sich inzwischen sogar die Tierschutzorganisation PETA eingeschaltet und eine hohe Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, welche die ermittelnden Beamten auf die Spur des Tierhassers, der durch sein erschreckendes Handeln auch das Leben von Wildtieren gefährdet, bringen.

Die Freude an Spaziergängen mit ihrem treuen Begleiter will sich Nadine aber nicht nehmen lassen.

"Durch das Schutznetz ändere ich nichts an meinem Verhalten. Das würde die Leute, die das auslegen, sonst in ihren Taten bestätigen", sagte sie und hofft, dass die Polizei, die im Zuge der Suche nach dem Tierhasser bereits im Dezember des Jahres 2019 einen entsprechenden Schwerpunkteinsatz ins Leben gerufen hat, dem Treiben bald ein Ende bereiten kann.

Ein mulmiges Gefühl und die Angst, dass sie ihren geliebten Camino verlieren könnte, schwingen aber jederzeit mit.

Nadine S. versucht alles, um Camino zu schützen: Ein Giftköderschutznetz könnte sein Leben retten.
Nadine S. versucht alles, um Camino zu schützen: Ein Giftköderschutznetz könnte sein Leben retten.  © News5/Merzbach

Titelfoto: News5/Merzbach

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