In einem Kadaver: So krass kämpfen drei Hunde-Welpen ums Überleben

Woodruff (USA) - Zwei Wanderer fanden bei der Abfahrt eines zugeschneiten Berges eine Hündin. Sie hatten bereits ab dem ersten Moment den Verdacht, dass sie Junge haben könnte.

Die Familie und ein Polizist halten die drei Hundewelpen.
Die Familie und ein Polizist halten die drei Hundewelpen.  © Facebook/Weber County Sheriffs Office Search and R

Und zwar waren Corey Holt und Kat Perry am vergangenen Wochenende auf dem Monte Cristo im US-Bundesstaat Utah spazieren. Als sie ihre Wandertour beendeten und mit einem Lift bergab fuhren, sahen sie aus der Ferne einen ausgewachsenen Hund.

Dieser soll auf Futtersuche gewesen sein, erklären die zwei gegenüber Fox News. Und Perry erkannte noch ein wesentliches Detail: "Es war besonders offensichtlich, dass sie Welpen hatte", sagte sie zu dem amerikanischen Nachrichtensender.

"Ich werde kein Tier auf dem Berg zurücklassen", entschloss sie deshalb und kehrte am nächsten Tag mit neuer Energie zurück.

Sie suchten zu Fuß nach der Stelle, an der sie am Vortag in etwa die Hündin sahen. Etwa acht Kilometer von einer Straße entfernt wurden die Eheleute fündig.

Sie informierten zuerst Mitarbeiter des Utah State Park, diese danach Polizeibeamte, die auf die Suche in der Gegend spezialisiert sind.

Im Schafskadavar warm gehalten

Auf dem Rettungsschlitten wurden die Hunde ins Tal gebracht.
Auf dem Rettungsschlitten wurden die Hunde ins Tal gebracht.  © Facebook/Weber County Sheriffs Office Search and R

Die mittlerweile große Gruppe fand zwar nicht die Hündin, jedoch ihre drei kleinen Hundewelpen. Diese kämpften im Kadaver eines toten Schafs um das bloße Überleben.

Die Mutter der drei scheint am Vortag losgegangen zu sein, um neues Futter zu besorgen. In diesem hohen Schnee jedoch kein leichtes Unterfangen.

"Die Welpen waren kalt und nass, sie haben gezittert und fühlten sich an, wie ein kleiner Eisball", erzählte Kat Perry Fox News.

Polizeibeamte rückten eigens für die Rettung der drei Hundewelpen mit einem Rettungsschlitten an. Dieser ist zwar auf Menschen ausgelegt, aber mit einem Käfig darauf konnten die Jungtiere sicher ins Tal gebracht werden.

Von der Mutter fehlt bis heute jede Spur, obwohl die Polizisten und Park-Ranger an der Fundstelle der Welpen ungefähr 2,5 Kilogramm Hundefutter hinterlassen haben.

Fast jeden Tag gehen Freiwillige auf die Suche, jedoch ohne Erfolg, teilt der Sheriff auf Facebook mit.

Adoption der Welpen bereits gelaufen

Die drei Welpen wurden in der Zwischenzeit von einem Tierarzt untersucht und dem Tierheim "Great Pyrenees Rescue" im US-Bundesstaat Montana übergeben. Sie sind spezialisiert auf die Vermittlung von Tieren, die in der Gebirgskette Große Pyrenäen gestrandet sind. Der Monte Cristo gehört mit zu diesem Gebirge, weshalb die Hunde Utah verlassen mussten.

Das Tierheim bittet indes alle an einer Adoption Interessierten, sich nicht mehr zu melden. Es gab bereits zu viele Zuschriften und die Welpen sind schon vermittelt worden.

Die Rettungsaktion auf Facebook

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