Lästige Hundeflöhe: Sind sie auf Menschen übertragbar?

Deutschland - Wenn der Hund sich wie verrückt kratzt oder an einer Stelle im Fell herumnagt, könnte ein Hundefloh dahinter stecken. Gehen Hundeflöhe auch auf Menschen? TAG24 klärt auf, was Halter wissen müssen!

Dieser Vierbeiner wird vermutlich von einem Hundefloh geplagt.
Dieser Vierbeiner wird vermutlich von einem Hundefloh geplagt.  © 123RF: VASILIS VERVERIDIS

Hundeflöhe sind Parasiten, die über einen Stechrüssel in die Haut von Warmblütern eindringen, um Blut als Nahrung zu saugen. Nach dem Flohbiss juckt die Haut leicht bis sehr stark rund um die Einstichstelle herum.

Flohbisse sind aber nicht nur lästig – unterschätzen sollte man die kleinen Plagegeister nicht, da sie Krankheiten bzw. Parasiten wie zum Beispiel Bandwürmer übertragen können.

Daher fragen sich Herrchen und Frauchen natürlich, ob sich Hundeflöhe auf Menschen übertragen können.

Tatsächlich springen sowohl Hundeflöhe als auch Katzenflöhe auch auf Menschen, denn welchen Wirt sie zum Blutsaugen "anzapfen", ist den kleinen Insekten relativ egal.

Umgekehrt können Menschenflöhe daher auch auf Haustiere übertragen werden.

Woran erkennt man einen Hundeflohbiss?

Meistens stechen Hundeflöhe an mehreren Stellen zu, die eng aneinander liegen, das passiert oft nachts. Wer an sich eine Art Straße an Stichen entdeckt, wurde vermutlich von einem Floh gebissen (allerdings beißen auch Bettwanzen meist an mehreren Stellen auf einem kleinen Hautareal zu).

Einen sicheren Tipp, um herauszufinden, ob es sich um Flohbisse handelt, liefert floh-bisse.de im Artikel "Flohbisse | Die unterschätze Gefahr für Mensch und Tier":

Man legt weißen Stoff unter das Tier und rubbelt es mal so richtig durch. Wenn dunkle Krümel auf den hellen Stoff fallen, zerreibt man diese in feuchten Papiertüchern. Wenn sich die Krümel rotbraun färben, kann man davon ausgehen, dass es Flohkot ist.

Das darin enthaltene getrocknete Blut sorgt nämlich für die rötliche Verfärbung.

Auch wenn der Bello keinen Bock dazu hat, ein Hundefloh-Kamm ist ein prima Anti-Floh-Mittel.
Auch wenn der Bello keinen Bock dazu hat, ein Hundefloh-Kamm ist ein prima Anti-Floh-Mittel.  © 123RF: Olga Marc

Hundeflöhe, was tun?

  • Die Parasiten ausbürsten: Mit einem Flohkamm für Hunde kann man die Hundeflöhe einfach herausbürsten, da die Zinken des Spezialkamms sehr eng sind und die kleinen Viecher daran hängen bleiben.
  • Mittel gegen Hundeflöhe: Für den akuten Befall gibt es wirksame Sprays oder "Spot-on"-Mittel, die nicht direkt auf die Einstichstellen, sondern im Nacken bzw. auf eine Stelle geträufelt werden, wo die Tiere nicht herankommen. Von da aus verteilt sich das Medikament im gesamten Fell und tötet die Plagegeister zuverlässig ab.

Hundeflöhe bekämpfen und vorbeugen

Einige Hersteller bieten Anti-Hundefloh-Halsbänder an, die für den akuten Fall, aber auch zur Vorbeugung von Hundeflöhen geeignet sind.

Außerdem empfiehlt es sich, nicht nur bei akutem Flohbefall, sondern auch um Hundeflöhen vorzubeugen, das Fell der Tiere mit einem Flohkamm regelmäßig durchzubürsten.

Denn nicht immer wird der Befall sofort bemerkt, auch wenn sich der Floh schön längst im Fell breit gemacht hat, um vom Hundeblut zu naschen.

Titelfoto: 123RF: VASILIS VERVERIDIS

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