Vor G20: Hunderte Berliner Linksradikale haben es nach Hamburg geschafft

Trotz vieler Kontrollen konnten viele Linksradikale nach Hamburg zum Randalieren fahren. (Symbolbild)
Trotz vieler Kontrollen konnten viele Linksradikale nach Hamburg zum Randalieren fahren. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Berlin - Vor dem G20-Gipfel in Hamburg ist die Berliner Polizei weitgehend gescheitert mit dem Versuch, gewaltbereite Linksextremisten an der Reise an die Elbe zu hindern.

Die Senatsinnenverwaltung teilte mit: "Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes dürften Berliner Linksextremisten größtenteils mit sieben Bussen, die mit insgesamt ca. 300 bis 350 Insassen besetzt waren, am 6. Juli 2017 von Berlin nach Hamburg gereist sein." Wie viele gewaltbereite Menschen darunter waren, sei nicht bekannt.

Weiter hieß es: "Es ist zudem davon auszugehen, dass eine im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich liegende Zahl gewaltbereiter Personen aus Berlin individuell nach Hamburg gereist ist." Insgesamt leben derzeit etwa 970 gewaltbereite Linksextremisten in Berlin.

Nur in wenigen Einzelfällen gab es demnach damals Meldeauflagen für Linksextremisten in Berlin, damit sie die Stadt nicht verlassen konnten. Dregger kritisierte das Vorgehen des Senats scharf und warf Innensenator Andreas Geisel (51, SPD) Untätigkeit vor.

Dem Senat war die Gefahr der Teilnahme von Berliner Linksautonomen an Krawallen bewusst. "Im Vorfeld des G20-Gipfels wurde intensiv geprüft, welche Maßnahmen des Gefahrenabwehrrechts unter welchen Voraussetzungen zur Anwendung kommen können, um zu verhindern, dass von Personen mit Wohnsitz in Berlin Straftaten (...) in Hamburg begangen werden."

In Hamburg war es tagelang zu massiven Ausschreitungen und Krawallen von Linksextremisten gekommen, wie TAG24 berichtete.


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