Hunderte Berliner Kinder und Jugendliche tranken sich ins Koma

Zwei Krankenschwestern kümmern sich in der Notaufnahme eines Kinderkrankenhauses um einen stark betrunkenen Jugendlichen.
Zwei Krankenschwestern kümmern sich in der Notaufnahme eines Kinderkrankenhauses um einen stark betrunkenen Jugendlichen.  © DPA

Berlin - Eine schockierende Zahl: 300 Berliner Kinder und Jugendliche kamen im vergangenen Jahr nach dem exzessiven Konsum von Alkohol ins Krankenhaus.

47 "Komatrinker" waren zwischen 10 und 15 Jahre alt, darunter 35 Mädchen und 12 Jungen, teilte die Krankenkasse DAK mit und berief sich auf noch nicht veröffentlichte Tabellen des Statistischen Bundesamts. 253 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung waren danach im Alter von 15 bis 20.

Im Vergleich zum Vorjahr kamen damit insgesamt weniger junge Patienten nach exzessivem Alkoholgenuss in Berliner Kliniken. Bei den Kindern ging die Zahl um 11 zurück, bei den Jugendlichen um 9. Damit setzt sich in der Hauptstadt seit fünf Jahren ein genereller Trend nach unten fort. 2012 waren noch 436 junge Komatrinker in Kliniken gekommen.

Bundesweit gab es nun in Berlin im Vergleich zum Jahr 2015 mit rund 6,3 Prozent den größten Rückgang. Insgesamt mussten in Deutschland mehr als 22.300 Kinder und Jugendliche mit einem Vollrausch im Krankenhaus behandelt werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg der Einweisungen mit Alkoholvergiftung um 1,8 Prozent.

Die größten Zuwächse um mehr als 20 Prozent verzeichneten beim Griff junger Leute zur Flasche Brandenburg (20,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt (26,2 Prozent).

Saufen bis zum Umfallen - viele Kinder und Jugendliche sehen es als Spaß an, doch die Folgen werden unterschätzt.
Saufen bis zum Umfallen - viele Kinder und Jugendliche sehen es als Spaß an, doch die Folgen werden unterschätzt.  © DPA

Titelfoto: DPA


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