Hunderte Schüler kommen zur Klimakonferenz, Ministerpräsident tritt in Fettnäpfchen

Leipzig - Am Samstag fand die Klimakonferenz der sächsischen Landesregierung statt. Hunderte Schüler nahmen an der Veranstaltung teil und wurden gegenüber Ministerpräsident Michael Kretschmer ordentlich Kritik los.

Ministerpräsident Kretschmer diskutierte mit hunderten Schülern.
Ministerpräsident Kretschmer diskutierte mit hunderten Schülern.  © DPA

Mehr als 500 Schülerinnen und Schüler haben am Samstag in Leipzig an der Klimakonferenz der sächsischen Landesregierung teilgenommen. Die Jugendlichen seien aus ganz Sachsen angereist, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei.

Noah Wehn, Sprecher des Landesschülerrates, nannte den Zuspruch ein starkes Zeichen. Schülerinnen und Schüler dürften nicht nur politisch sein - sie müssten sogar politisch sein, sagte Wehn. Der Landesschülerrat hatte die Konferenz mitorganisiert.

Die jungen Leute diskutierten zunächst in fünf sogenannten Open Spaces Themen, die ihnen am Herzen lagen - von der Mobilität über die CO2-Steuer bis hin zur Energiewende. Dabei standen ihnen die unterschiedlichsten Experten aus Politik und Wissenschaft als Gesprächspartner zur Verfügung.

Am frühen Nachmittag wollte dann Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Ergebnisse mit den Schülern besprechen. Die Landesregierung hatte die Konferenz als Antwort auf die Bewegung "Fridays for Future" ins Leben gerufen.

Schon zu Beginn der Klimakonferenz äußerten sich die jungen Aktivisten kritisch gegenüber der Anfahrtsweise von Ministerpräsident Kretschmer. Der reiste natürlich standesgemäß mit einem teurem BMW an.

"So ernst wird der Klimaschutz in Sachsen genommen", postete Fridays For Future auf ihrem Twitter-Account.

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