Hut ab? Böhmermann nimmt sich mal wieder Sachsen vor

TV - Es war nur eine Frage der Zeit, bis Jan Böhmermann (37) sich seinem Lieblingsthema wieder widmet. Nun hat er Sachsen einen Song gewidmet. Und in dem geht es um was, na?? Nazis natürlich. Ironisch singt er, es gäbe keine in Sachsen.

Böhmermann lässt per Button den Hutbürger "mitsingen".
Böhmermann lässt per Button den Hutbürger "mitsingen".  © Screenshot ZDF Mediathek

Geht da einigen der Hut hoch? Wohl eher nicht. The "godfather of sachsen-bashing" strikes back! Böhmermann tut wieder das, was er seines Erachtens am besten kann: sich über den Freistaat lustig machen.

Nach der unsäglichen Affäre um den "Hutbürger", der sich am Rande des Merkel-Besuches mit einem Kamerateam anlegte und dabei auch noch polizeiliche Verstärkung erhielt, prasselte aus allen Teilen der Republik Spott und Häme über Sachsen ein. Nun dichtete auch Böhmermann seine Version der Aufarbeitung dieser Angelegenheit.

Sarkastisch singt er, "es gibt keine Nazis in Sachsen". Zwischen den Zeilen fällt ihm allerdings immer wieder der "Hutbürger" ins Wort, reimt sich im Gegenspiel mit Böhmermann ein Spott-Lied zusammen, in dem unter anderem gesungen wird, dass alle Nazis damals ohnehin in der Frauenkirche verbrannt seien.

Wer behauptet, es gäbe doch Nazis in Sachsen, wird vom "Hutbürger" zur Ordnung gerufen. Dieser "reimt" durch Einspielungen per Videowand mit. Im Chor singen auch mehrere als "Hutbürger" verkleidete Sänger mit.

Ein Chor aus Hutbürgern stimmt mit ein.
Ein Chor aus Hutbürgern stimmt mit ein.  © Screenshot ZDF Mediathek

Die Idee selbst ist nicht gerade neu, Stefan Raab landete mit dem Einspielen von Originalaufnahmen in ein Lied ("Maschendrahtzaun") im Jahr 2000 einen Chart-Hit. Ob Böhmermann einen ähnlichen Erfolg erzielt? Eher unwahrscheinlich. Ganz so originell kommt seine Dichtung nämlich nicht daher.

Ob man also seinen Hut vor dieser Satire ziehen sollte, ist jedem selbst überlassen. Erste Kommentare sprechen bereits von einem "VOLKslied". Auch in Sachsen wird man getrost darüber schmunzeln können. Sind diese Verallgemeinerungen schließlich nix Neues. Wer den (Image)Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen ...


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