IAA in Frankfurt eröffnet: Klima-Aktivisten wollen beliebte Auto-Messe blockieren

Frankfurt am Main - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich zur Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung IAA für einen schnellen Ausbau der Infrastruktur ausgesprochen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte bei ihrem Eröffnungsrundgang auf der IAA auch den Stand von Mercedes.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte bei ihrem Eröffnungsrundgang auf der IAA auch den Stand von Mercedes.  © Andreas Arnold/dpa

Der Umbruch in der Mobilität sei eine "Herkulesaufgabe" für Staat und Industrie gleichermaßen, bei der eng zusammengearbeitet werden müsse, sagte sie am Donnerstag in Frankfurt.

Die Verlässlichkeit der Ladeinfrastruktur sei für den Erfolg der Elektromobilität von größter Bedeutung. 20000 Ladepunkte seien noch lange nicht ausreichend.

"Wir können das schaffen als Deutschland vorne mit dabei zu sein", sagte Merkel.

Die Kanzlerin kündigte auch an, dass bis 2022 entlang aller Autobahnen der neue Mobilfunkstandard 5G zur Verfügung stehen werde, und zwei Jahre später auch entlang der Bundesstraßen. Die Technologie ist wichtig für neue digitale Funktionen in den Autos.

Die IAA in Frankfurt wird vom heutigen Donnerstag an bis zum 22. September veranstaltet. Dabei sind die ersten beiden Tage für Fachbesucher vorgesehen.

Von Samstag an bis zum 22. September ist die Messe für das breite Publikum geöffnet.

Protest-Aktionen bei der IAA 2019 in Frankfurt angekündigt

Die IAA in Frankfurt gilt als eine der größten Automobilfachmessen.
Die IAA in Frankfurt gilt als eine der größten Automobilfachmessen.  © Boris Roessler/dpa

Bei der Automobilausstellung muss mit Protestaktionen von Klimaschützern gerechnet werden. Das Bündnis "Sand im Getriebe" will die Messe von Freitag an mit Aktionen des zivilen Ungehorsams stören. Das Ziel der Aktivisten ist es dabei, die IAA zu blockieren.

Für den Samstag sind zudem eine große Demonstration und eine Fahrrad-Sternfahrt in Frankfurt angekündigt.

Für Aufsehen hatte auch ein politischer Eklat im Vorfeld der IAA-Eröffnung gesorgt. Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) war als Redner bei der Messeeröffnung ausgeladen worden.

Der Grund hierfür war mutmaßlich, dass er in seiner Rede deutliche Kritik an der Automobilindustrie wegen des Diesel-Skandals üben wollte (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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