Wer bekommt den Zuschlag? Kampf um die IAA geht in die heiße Phase

Berlin/Frankfurt am Main - Sieben Messe-Städte bemühen sich um die Internationale Automobilausstellung (IAA) - am Donnerstag und Freitag präsentieren sie dem Veranstalter ihre Konzepte.

Frankfurt könnte die Position als Ausrichter der Internationalen Automobilausstellung verlieren.
Frankfurt könnte die Position als Ausrichter der Internationalen Automobilausstellung verlieren.  © dpa/Uli Deck

"Das Interesse an der Ausrichtung ist sehr groß. Die Ideen, die wir bis heute gesehen haben, sind sehr kreativ und durchweg anspruchsvoll", teilte der Geschäftsführer des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Martin Koers, am Mittwoch mit. Der VDA hat die Messe bislang alle zwei Jahre in Frankfurt organisiert.

Am Donnerstag werden zunächst hochrangige Vertreter aus Berlin, Hannover und Stuttgart mit ihren Ideen erwartet. Am Freitag sollen dann Frankfurt, Hamburg, Köln und München folgen. Die Präsentationen sind nicht öffentlich.

Bis Ende Januar will der VDA-Vorstand entscheiden, mit welchen Städten er engere Gespräche und Vertragsverhandlungen aufnehmen will. Eine endgültige Entscheidung über die künftige IAA-Stadt erfolge in den nächsten Monaten, hieß es.

Nach dem Misserfolg bei Publikum und Veranstaltern im vergangenen Jahr soll sich die Leistungsschau der Industrie in eine Mobilitätsplattform wandeln, möglicherweise auch an einem neuen Ort.

Der Verband verlangt umfassende Organisationskonzepte und Investitionen. Neben der klassischen Messe mit Autoschau und Kongressangeboten stellt sich die Industrie eine großzügige Freifläche mit Teststrecken und Parcours vor.

Frankfurt und Hessen präsentieren IAA-Konzept gemeinsam

Update 12.30 Uhr: Geschlossen werben die Stadt Frankfurt und das Land Hessen darum, auch die nächste Internationale Automobilausstellung (IAA) am Main auszurichten. Man rechne sich gute Chancen aus, mit dem neuen Konzept den veranstaltenden Verband der Automobilindustrie (VDA) zu überzeugen und in die engere Auswahl möglicher Standorte zu kommen, sagte eine Stadtsprecherin am Donnerstag.

An der Präsentation an diesem Freitag (24. Januar) in Berlin nehmen demnach Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) teil. Dazu kommen der Geschäftsführer der Frankfurter Messe, Uwe Behm, und Stefan Weil von der Agentur Markgraph, die viele Messeauftritte und Veranstaltungen betreut hat.

Um die Ausrichtung der nächsten IAA Pkw im Herbst 2021 bewerben sich neben dem bisherigen Ausrichtungsort Frankfurt noch Hamburg, München, Berlin, Hannover, Stuttgart und Köln. Am Donnerstag und Freitag sollen sie in Berlin ihre Konzepte vorstellen, wie aus der reinen Autoschau eine umfassende Mobilitätsplattform werden könnte. Bei der vorerst letzten IAA-Ausgabe im vergangenen Jahr in Frankfurt hatte es einen deutlichen Schwund bei Besuchern und Ausstellern gegeben.

Der VDA verlangt von den Kommunen umfassende Organisationskonzepte und Investitionen. Neben der klassischen Messe mit Autoschau und Kongressangeboten stellt sich die Industrie eine großzügige Freifläche mit Teststrecken und Parcours vor. Neue Mobilitätsformen sollten auch im normalen Stadtverkehr für Besucher erfahrbar sein.

Berlin, München, Hamburg, Hannover, Köln, Stuttgart und Frankfurt am Main (v.o.l.b.u.r): Welche der sieben Messe-Städte gewinnt das Rennen um die IAA?
Berlin, München, Hamburg, Hannover, Köln, Stuttgart und Frankfurt am Main (v.o.l.b.u.r): Welche der sieben Messe-Städte gewinnt das Rennen um die IAA?  © Montage: DPA-Bildfunk

Titelfoto: dpa/Uli Deck


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