ICE-Lokführer erlebt während der Fahrt Mega-Schock: Zug muss stoppen!

Frankfurt am Main/Walldorf - Vollgas geben bekommt einfach nicht jedem...

Der ICE musste außerplanmäßig stoppen.
Der ICE musste außerplanmäßig stoppen.  © DPA

Im ICE 9568 von Frankfurt nach Paris haben sich am Samstag skurrile Szenen abgespielt. Der Zug, der rund 400 Reisende von der Mainmetropole in die französische Hauptstadt bringen sollte, musste außerplanmäßig stoppen - für die Passagiere und den Lokführer eine Fahrt zum Vergessen.

Doch von Beginn an. Im ICE hatte ein 30-Jähriger laut Bundespolizei einen Feuerlöscher von Wand genommen. Damit machte sich der Betrunkene auf zur Lokführer-Kabine, wo er mit voller Wucht das Glas zum abgetrennten Bereich einschlug!

Der Mann attackierte den geschockten Lokführer verbal und forderte, die Reisegeschwindigkeit zu verringern. Der Zug würde seiner Meinung nach deutlich zu schnell fahren.

Daraufhin bremste der Lokführer ab und stoppte den ICE außerplanmäßig im Bahnhof Walldorf. Seinen Dienst konnte er aufgrund eines Schockzustandes nicht fortsetzten.

Der Betrunkene konnte vor Ort von der Bundespolizei festgenommen werden. Eine Kontrolle ergab, das er 1,73 Promille im Blut hatte.

Die verbliebenen Reisenden konnten ihre Reise in Richtung Frankreich nach einiger Zeit mit anderen Zügen fortsetzten, verletzt wurde niemand.

"Durch den Vorfall kam es bei insgesamt 18 Zügen zu Verspätungen. Gegen den Heidelberger hat die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Sachbeschädigung und Nötigung eingeleitet", hieß es in dem Bericht.

Die Scheibe war nach der Attacke völlig zerstört.
Die Scheibe war nach der Attacke völlig zerstört.  © Bundespolizei

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