ICE kollidiert mit Oberleitung: 700 Reisende sitzen im Zug fest

Hagenow-Land/Pritzier - Die Kollision eines ICE-Zuges mit einer Oberleitung in Mecklenburg-Vorpommern führt zu Verspätungen auf der vielgenutzten Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin.

Ein ICE ist in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Oberleitung kollidiert (Symbolbild).
Ein ICE ist in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Oberleitung kollidiert (Symbolbild).  © DPA

Der Intercity Express 690 mit Fahrziel Hamburg kam nach dem Unfall am Freitag zwischen den Bahnhöfen Hagenow-Land und Pritzier zum Stehen. Der Fernverkehr auf der Strecke Berlin-Hamburg wird in beiden Richtungen über Uelzen umgeleitet.

Nach Angaben der Deutschen Bahn kommt es zu etwa 50 bis 60 Minuten Verspätung. Auch die Strecke Berlin-Rostock ist von der Panne betroffen. Deren Ursache ist noch unklar.

Offen war zunächst auch, ob die 700 Reisenden an Bord des ICE in dem Zug bleiben können. Ein Notfallmanager der Bahn müsse zunächst vor Ort die Lage einschätzen, hieß es weiter. Erst dann könnten die Fahrgäste den Zug falls nötig verlassen.

Update 21.28 Uhr:

Am Abend konnten die Züge dann wieder regulär fahren. Auch die rund 700 Reisenden an Bord des havarierten ICE 690 konnten in einen anderen ICE umsteigen.