Delle am Rad sorgt für ungeplanten ICE-Zwischenstopp

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Magdeburg - Eigentlich sollte es eine ganz gewöhnliche Zugfahrt werden. Daraus wurde jedoch eine Reise mit Hindernissen. Zwischen Leipzig und Erfurt war ein ICE unterwegs, musste jedoch aufgrund einer Panne stoppen. Inzwischen ist klar: Eine Delle am Rad hat für diese unfreiwillige Pause gesorgt.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn hat dies inzwischen offiziell bestätigt. Weil der Zugführer das Gefühl hatte, dass sich der Zug aufschaukle, sah er sich zu einem ungeplanten Zwischenstopp zwischen Bad Lauchstädt und Schkopau gezwungen.

Anschließend musste der Zug in ein Bahnwerk nach Leipzig transportiert und dort überprüft werden. Für die 220 ICE-Insassen ging die Fahrt somit nicht weiter. Die Passagiere mussten stattdessen über Notbrücken in eine andere Bahn umsteigen und dort ihre Reise fortsetzen

Vorläufig gilt auf der Strecke, die eigentlich für Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern ausgelegt ist, ein Tempolimit von 160 Kilometern pro Stunde.

In den kommenden Tagen soll die Überprüfung des Zugs weiter fortgesetzt werden. Zudem wird ein Messzug die Trasse abfahren und prüfen, ob mit der Strecke alles in Ordnung ist.

Fahrbahningenieure konnten hier bisher keine weiteren Auffälligkeiten feststellen.

Update, 22:14 Uhr

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Die technische Ursache für den Nothalt eines ICE auf der Schnellfahrstrecke zwischen Leipzig und Erfurt bleibt vorläufig unklar. Entgegen ersten Aussagen haben Techniker keine Delle an einem Rad gefunden, wie eine Bahn-Sprecherin am Montagabend mitteilte.

Zuvor hatte ein Sprecher der Deutschen Bahn einen Bericht des MDR bestätigt, wonach eine sogenannte Flachstelle an einem Rad entdeckt worden sei.

Während der Fahrt am Samstag hatte das Zugsystem ein Schlingern diagnostiziert. «Der Lokführer hatte das Gefühl, dass sich der Zug aufschaukelt», erklärte ein Bahn-Sprecher. Als er das Problem bemerkte, stoppte er den ICE zwischen Bad Lauchstädt und Schkopau.

Die 220 Passagiere stiegen über Notbrücken in einen anderen Zug um. Der ICE wurde anschließend in ein Bahnwerk nach Leipzig geschleppt und dort untersucht.

Ursache für das Schlingern sei offensichtlich "kein fahrzeugseitiges Problem" gewesen, erklärte die Sprecherin. Inzwischen seien die Räder des Zuges abgeschliffen beziehungsweise - wie es technisch heißt - abgedreht worden, um das Fahrverhalten zu optimieren.

Der Zug werde schon von Dienstag an wieder regulär eingesetzt. Im Laufe der Woche soll ein Messzug den vier Kilometer langen Streckenabschnitt näher untersuchen. Dort gilt vorläufig ein Tempolimit von 160 Kilometern pro Stunde. Die ICE fahren dort sonst bis zu 230 Kilometer schnell, die Strecke ist laut Bahn sogar auf Tempo 300 ausgelegt.

Zu Verspätungen komme es wegen des Tempolimits aber nicht.

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