Wegen Geld! Diese Frau sperrte zwei Leute ein

Manuela P. musste sich am Freitag wegen Freiheitsberaubung vor Gericht verantworten.
Manuela P. musste sich am Freitag wegen Freiheitsberaubung vor Gericht verantworten.

Von Steffi Suhr

Dresden - Betreten saß Manuela P. (39) vorm Amtsrichter. „Ich wollte doch bloß mein Geld“, sagte sie kleinlaut.

Aber: Dafür beging die Verkäuferin eine Freiheitsberaubung.

„Ich hatte einen Hund meinem Ex-Freund Steven zur Obhut gegeben. Das Tier hatte bei ihm einen Unfall. Ich hatte eine Arztrechnung von über 300 Euro zu zahlen“, erzählte Manuela P.

„Immer versprach er mir, dass ich das Geld von ihm bekomme.“

Als Steven S. (45) im Januar mit seiner Bekannten Katrin K. (39) zu Besuch aufkreuzten, kam es genau deshalb zum Streit. „Sie schloss sofort die Türe zu, steckte den Schlüssel ein und brüllte rum“, erinnerte sich Katrin K.

In diesem Haus in Prohlis kam es zu der Straftat.
In diesem Haus in Prohlis kam es zu der Straftat.

Manuela P.: „Ich hab gesagt, ich will mein Geld, eher gehen die nicht. Aber ich schließe die Tür immer von innen ab. Die ist kaputt.“

Steven S. rief die Polizei: „Wir kamen ja nicht mehr aus der Wohnung.“

Manuela P.: „Ich dachte, die Polizei kommt, um das mit dem Geld zu klären. Aber der Beamte sagte, ich soll es zivilrechtlich einklagen.“

Stattdessen wurde Manuela P. wegen Freiheitsberaubung angezeigt.

Der Richter verurteilte sie zu 600 Euro Geldstrafte.

Fotos: Ove Landgraf


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