46 Verfahren gegen Heidenau-Randalierer eingeleitet

Die Polizei wurde am ersten Tag von den Randalen überrascht.
Die Polizei wurde am ersten Tag von den Randalen überrascht.

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen rund um eine Flüchtlingsunterkunft in Heidenau hat die Polizei 46 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Das geht aus einer Antwort von Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten André Schollbach (Linke) hervor.

Unter anderem wurden neun Verfahren wegen Körperverletzung und fünf wegen Verstößen gegen das Waffen- und das Sprengstoffgesetz eröffnet. Die Strafverfolgung müsse nun zügig betrieben werden, sagte Schollbach. "In Sachsen darf es keine rechtsfreien Räume geben."

Schollbachs Auffassung, dass bei den Ausschreitungen vor einem Monat zu wenig Polizisten eingesetzt worden seien, teilte Ulbig nicht.

Das geht aus seiner Antwort auf eine weitere Anfrage des Linke-Politikers hervor. "Ulbig scheint inzwischen eine heile CDU-Sachsenwelt zu halluzinieren. Denn ganz offensichtlich waren in Heidenau zu wenig Polizeibeamte im Einsatz", kritisierte der Abgeordnete.

Rechte Krawallmacher hatten vor einem Monat versucht, den Einzug von Flüchtlingen in einen alten Baumarkt in der sächsischen Kleinstadt zu verhindern.

Dabei waren mehr als 30 Polizisten verletzt worden. Sie waren mit Böllern und Steinen beworfen worden.

Auch Pyrotechnik wurde bei den Ausschreitungen gezündet.
Auch Pyrotechnik wurde bei den Ausschreitungen gezündet.

Fotos: imago, imago/Christian Ditsch


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