Was passiert, wenn die Metaller am Montag streiken?

Die Motoren im VW-Werk in Chemnitz stehen am Montagmorgen still.
Die Motoren im VW-Werk in Chemnitz stehen am Montagmorgen still.

Leipzig - Am Montag hat die IG Metall in Sachsen zu Warnstreiks aufgerufen.

Betroffen sind Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie.

Neben dem BMW-Werk in Leipzig, wollen sich auch Mitarbeiter von Volkswagen in Chemnitz beteiligen.

Während sich beim Kesselbauwerk Alstom in Neumark/V. rund 100 Mitarbeiter beteiligten, schickte der Betriebsrat von VW in Chemnitz 500 Kollegen der Früh- und Spätschicht vor das Werkstor.

Begleitet von Trillerpfeifen bekräftigte Betriebsratschef René Utoff (43) in Chemnitz den Protest der Beschäftigten:

„Wir fordern 5,5 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten nur 2,2 Prozent bei zwei Nullmonaten – die Wahrheit aber ist: Die Betriebe in der Metall- und Elektroindustrie verdienten im Vorjahr zusammen 55 Milliarden Euro. Unsere Forderung würde zehn Milliarden kosten. Da ist noch genug Luft. Wir Arbeitnehmer haben diese Werte erwirtschaftet, nun wollen wir unseren gerechten Anteil.“

Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifrunde zudem Alters- und Bildungsteilzeit. Bisher ohne großes Entgegenkommen der Arbeitgeber. Mario John (50), Sprecher der IG Metall Chemnitz, kommentierte das eindeutig: „Ein unterirdisches Angebot!“

Unter den Warnstreikenden waren auch fast alle 115 Auszubildenden des VW-Motorenwerks. Für sie betonte Julia Berthold (21), Sprecherin der Jugendvertretung: „Gerade die Bildung ist für junge Arbeitnehmer wichtig. Wir wollen viel lernen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft.“

Auch beim Druckmaschinenhersteller Koenig [&] Bauer in Radebeul wurde die Arbeit niedergelegt.

Fotos: Sven Gleisberg


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