0:4-Klatsche! Aue geht beim Tabellenletzten unter

Der traurige Schlusspunkt: Der Ball schlägt zum 0:4 ein.
Der traurige Schlusspunkt: Der Ball schlägt zum 0:4 ein.

Von Thomas Nahrendorf

Bremen - Über dieses Spiel wird zu reden sein! Der FCE ließ sich vor nur 865 Zuschauern vom Tabellenschlusslicht Werder Bremen II. mit 0:4 (0:1) vorführen.

So ein schlechtes Spiel gab es die letzten Jahre nicht. Es stimmte gar nichts.

Gegen eine Bremer Mannschaft, die schwach spielte, die in der Defensive unsicher ist (in 13 Spielen 29 Gegentore), brachte der FCE weder hinten, noch in der Mitte, noch nach vorn etwas zu Stande. Das war Arbeitsverweigerung.

Fahrig, nervös, wacklig, ohne die richtigen Schuhe rutschten und schlitterten die Auer über den Platz.

Wenn einer dann doch mal in aussichtsreicher Position war, dann wurde immer die falsche Entscheidung getroffen. Selbst acht Ecken in Hälfte eins brachten nix.

Enttäuschung nach dem Spiel bei Aues Calogero Rizzuto und Mike Könnecke.
Enttäuschung nach dem Spiel bei Aues Calogero Rizzuto und Mike Könnecke.

Und weil es ohnehin schon traurig war, machten die Auer das Bremer Tor gleich selbst: Nach einem abgewehrten Freistoß kam der Ball hoch zurück.

Der Querschläger von Adam Susac flutschte Männel durch die Hände - 0:1 (15.). Ein dicker Patzer, der so bei ihm noch nie zu sehen war!

Mit Beginn der zweiten Hälfte muss Bremen das 2:0 machen. Eine Ecke köpfte Raphael Kazior völlig frei knapp drüber. Aber war das gleichzeitig der Wecker für die Gäste aus dem Erzgebirge? Nein. Aue lief weiter der Musik hinterher.

Bitter: Werder reichte eine durchschnittliche Leistung, um die völlig neben den Schuhen stehenden Auer in der 2. Halbzeit abzuschießen.

Der eingewechselte Björn Rother (70.) traf aus 18 Metern unhaltbar für Männel. 120 Sekunden später spazierte Leon Guwara durch Mittelfeld und Abwehr, Aue stand Spalier, Schuss aus 13 Metern - 0:3!

In der letzten Minute meckerte Männel, sah Gelb, den indirekten Freistoß hämmerte Martin Kobylanski rein - 0:4. Wahnsinn!

Fotos: Picture Point/S. Sonntag


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