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Dieser Professor erklärt: So leben wir in zehn Jahren

Dresden - Überalterung, Fachkräftemangel und Zuwanderung sind Schlagworte, die viele sorgenvoll nach vorne blicken lassen. Wir haben mit Prof. Dr. Joachim Ragnitz (54), stellvertretender Leiter des ifo-Instituts Dresden einen ausgesprochenen Wirtschaftsexperten zur Zukunft des Freistaats interviewt.
Joachim Ragnitz (re.) im Gespräch mit Morgenpost-Redakteur Markus Griese.
Joachim Ragnitz (re.) im Gespräch mit Morgenpost-Redakteur Markus Griese.

Dresden - Überalterung, Fachkräftemangel und Zuwanderung sind Schlagworte, die viele sorgenvoll nach vorne blicken lassen. Wir haben mit Prof. Dr. Joachim Ragnitz (54), stellvertretender Leiter des ifo-Instituts Dresden einen ausgesprochenen Wirtschaftsexperten zur Zukunft des Freistaats interviewt.

Morgenpost am Sonntag: Konkret gefragt - wo steht Sachsens Wirtschaft in zehn Jahren?

Prof. Dr. Joachim Ragnitz: Sachsen wird sich weiter positiv entwickeln. Wir haben relativ viele Forschungseinrichtungen, eine vergleichsweise gute industrielle Basis, gute Universitäten. Dazu kommt, dass man in der Vergangenheit diese sehr sparsame Finanzpolitik gemacht hat.

Also alles gut im Freistaat?

Es wird weiter aufwärts gehen. Aber das westdeutsche Durchschnittsniveau wird man nicht erreichen. Man muss sehen, dass die Wirtschaftskraft in Sachsen bei 2/3 bis 3/4 des westdeutschen Durchschnittsniveaus liegt.

Prof. Dr. Joachim Ragnitz (54) ist stellvertretender Leiter des renommierten ifo-Instituts in Dresden. Das Institut analysiert permanent Wirtschaftsdaten und wagt Prognosen für die Zukunft.
Prof. Dr. Joachim Ragnitz (54) ist stellvertretender Leiter des renommierten ifo-Instituts in Dresden. Das Institut analysiert permanent Wirtschaftsdaten und wagt Prognosen für die Zukunft.

Bleibt es da oder holen wir auf?

Man wird sicher leicht aufholen, aber man wird in den nächsten zehn Jahren sicher nicht die 100 Prozent erreichen. Das halte ich für ausgeschlossen.

Warum ist das so?

Die Lücke ist erstens riesig groß. Die anderen Länder bewegen sich ja auch voran. Und wir haben zunehmenden Arbeitskräftemangel in weiten Teilen der Wirtschaft.

In welchen Branchen besonders?

Mathematiker, Techniker, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften - die Branchen, die diese Leute einstellen, betrifft es. Also den sächsischen Maschinenbau, die Automobilindustrie... Defizite gibt es auch bei medizinischen und Pflegeberufen.

Und was ist mit dem Bäcker, der keinen guten Azubi mehr bekommt?

Man ist hier ja stolz auf das Schulsystem und das Abschneiden im PISA-Test. Aber es können nicht alle nur studieren. Das Handwerk braucht gut ausgebildete Realschüler, die arbeiten, statt einen akademischen Weg zu gehen. Hier mangelt es.

Werden sich denn die Einkommen weiter angleichen?

Jedenfalls stärker als die Wirtschaftskraft. Es wird noch Unterschiede geben, aber ein Ausgleich erfolgt dadurch, dass hier die Mieten und andere Preise niedriger sind. Die Einkommen kommen in den nächsten 10 bis 15 Jahren auf 90 Prozent ans Westniveau ran. Und Arbeitslosigkeit wird kein großes Thema mehr sein.

Jobs für alle also?

Es gibt sicher Leute, die aufgrund ihrer unzureichenden Qualifikation noch in 10 Jahren arbeitslos sein werden, aber wir haben jetzt eine Arbeitslosen-Quote von ca. 8 Prozent, die geht in den nächsten Jahren auf 2 bis 3 Prozent runter - das ist quasi Vollbeschäftigung.

Entwickeln sich die Regionen unterschiedlich stark?

Die drei großen Städte entwickeln sich positiv. Andererseits gibt es die Peripherie, wo es düster aussieht. Die Bevölkerung schrumpft, altert stark, es gibt ein Arbeitskräfteproblem, keine regionale Kaufkraft. Die Probleme in Lausitz, Erzgebirge und Nordsachsen werden in den nächsten Jahren noch stärker zunehmen.

„Negatives Image fällt uns auf die Füße.“
„Negatives Image fällt uns auf die Füße.“

Wie wichtig ist auch in diesem Zusammenhang die Zuwanderung?

Aus wirtschaftlichen Gründen brauchen wir Zuwanderung, um Fachkräftemangel zu decken. Allerdings: Zuwanderer ist nicht gleich Zuwanderer. Wir brauchen qualifizierte Leute, doch das ist derzeit noch schwer.

Ist die Blue-Card ein Schritt in die richtige Richtung?

Ja, aber die Restriktionen sind relativ hoch. Nach außen wird so signalisiert: „Wir wollen Euch gar nicht“.

Eine schlechte Willkommen-Kultur also?

Zumindest keine gut ausgeprägte. Auf kommunaler Ebene fehlen zum Beispiel die Fachleute mit Englisch-Kenntnissen. Und ein Teil der Bevölkerung missbraucht die Ausländer als Sündenböcke. Mittelfristig fällt uns dieses negative Image wirtschaftlich auf die Füße.

„Arbeitslosigkeit wird kein großes Thema mehr sein.“
„Arbeitslosigkeit wird kein großes Thema mehr sein.“

Wie stark oder begrenzt sind denn beim Thema Zukunftsgestaltung die Mittel einer Landesregierung?

Landespolitik hat vergleichsweise geringe Einflussmöglichkeiten. Die Förderpolitik der 90er-Jahre ist vorbei, da passt schon Brüssel auf. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, der weitere Bedarf in diesem Bereich ist nicht so groß.

Aber geht es nicht auch darum, gute Laune zu verbreiten und zu hoffen, dass die Wirtschaft darauf anspringt?

Na ja, das machen Sie gut hier in Sachsen. Nach außen denken viele, Sachsen stehe gut da. Die harten Zahlen sagen aber: Sachsen steht nicht wirklich besser da als die anderen ostdeutschen Bundesländer in der Wirtschaftskraft. Da hinken Meck-Pomm und Brandenburg nicht hinterher.

Unsere Wirtschaft in Zahlen

  • Sachsens Wirtschaftskraft (Bruttoinlandsprodukt je Einwohner) ist heute in etwa so hoch, wie 1985 in Westdeutschland.
  • Die Arbeitslosenquote in Sachsen betrug im Juni 7,9 Prozent (Bund: 6,2 Prozent). Seit 2005 ist die Arbeitslosigkeit deutlich rückläufig.
  • Das verfügbare Einkommen je Einwohner liegt in Sachsen bei 83,7 Prozent des Durchschnitts der Alten Bundesländer.
  • Anfang 1990 lebten in Sachsen 4,9 Millionen Einwohner. Die Zahl verringerte sich bis Ende 2012 auf etwa 4,05 Millionen Einwohner (etwa minus 17 Prozent). Nach aktueller Prognose wird sich der Rückgang auf rund 3,8 bzw. 3,6 Millionen Einwohner bis zum Jahr 2025 fortsetzen.
  • Nicht mal als jeder 5. in Sachsen erwirtschaftete Euro (18,7 Prozent) wird in Industriebetrieben verdient. Im Erzgebirge liegt dieser Anteil zwar höher (27,5 Prozent), dafür ist dort die Wertschöpfung pro Erwerbstätigen deutlich niedriger (83,3 Prozent vom Sachsen-Durchschnitt).

Fotos: Eric Münch

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