IG Metall will mit Streiks Siemens-Jobs retten

Die Rote Karte für Siemens-Chef Joe Kaeser halten in Offenbach (Hessen) Beschäftigte der Siemens-Niederlassung Offenbach gegen einen geplanten Stellenabbau in die Höhe.
Die Rote Karte für Siemens-Chef Joe Kaeser halten in Offenbach (Hessen) Beschäftigte der Siemens-Niederlassung Offenbach gegen einen geplanten Stellenabbau in die Höhe.  © DPA

München/Berlin - Im Konflikt um den Abbau Tausender Jobs in Deutschlands droht die IG Metall dem Siemens-Konzern nun auch mit Streiks.

"Sollte der Vorstand bei seinen Plänen bleiben, werden wir mit den uns als Gewerkschaft zur Verfügung stehenden Mitteln weitermachen", sagte Aufsichtsrat und IG-Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner der Süddeutschen Zeitung am Montag. "Dann schließen wir auch einen Arbeitskampf, also Streiks, als letztes Mittel nicht aus."

Der Konzern hatte erklärt, dass er auf die Gesprächsbereitschaft von Arbeitnehmervertretern und Betriebsräten setzt. Dazu sagte Kerner: "Wir werden dann mit der Siemens-Führung über die Schließungspläne verhandeln, wenn diese zurückgenommen werden. Vorher gibt es nichts zu besprechen."

Der Elektrokonzern will wegen schlechter Geschäfte in der Kraftwerks- und Antriebstechnik weltweit rund 6900 Jobs streichen, etwa die Hälfte davon in Deutschland.

Zwei Standorte in den sächsischen Städten Görlitz und Leipzig mit zusammen 920 Arbeitsplätzen sollen geschlossen werden, wie TAG24 berichtete. Einschnitte sind auch in Berlin, Offenbach und Erfurt geplant.

Titelfoto: DPA


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