91.000 werden fehlen! Fachkräftemangel in Sachsen wird immer schlimmer

Woher sollen die fehlenden Fachkräfte in ein paar Jahren kommen? Im Bild: Mitarbeiterinnen des Sensorherstellers Micas im erzgebirgischen Oelsnitz.
Woher sollen die fehlenden Fachkräfte in ein paar Jahren kommen? Im Bild: Mitarbeiterinnen des Sensorherstellers Micas im erzgebirgischen Oelsnitz.  © DPA

Leipzig - 2023 werden in Sachsen 91.000 qualifizierte Arbeitskräfte fehlen.

Das geht aus einem aktuellen Bericht des IHK-Fachkräftemonitors hervor. Dieser ermittelt Fachkräfteengpässe und -überschüsse für Sachsen und die Region Leipzig nach Wirtschaftszweigen und Berufsgruppen bis zu sechs Jahre im Voraus.

Am stärksten vom rückläufigen Fachkräfteangebot betroffen werden die Bereiche Unternehmensführung und -organisation sein, so die IHK. Aber auch im Einzelhandel dürfte es eng werden. Momentan gibt es in diesem Sektor noch genügend Personal, jedoch soll das Angebot bis 2023 um 10 Prozent abnehmen.

Im Maschinenbau dürften in sechs Jahren im Freistaat 2900 Stellen offen bleiben, in der Metallindustrie 2700. Doch auch Jobs in den Bereichen Information und Kommunikation werden schwer zu besetzen sein. Voraussichtlich 1100 Fachkräfte mit entsprechendem Universitäts- beziehungsweise Fachhochschulabschluss werden fehlen.

"Für unsere heimische Wirtschaft sind die entsprechenden Fachkräfte essentiell. Denn ohne gut ausgebildetes und motiviertes Personal vergeben wir viele Wachstumschancen", so Kristian Kirpal, Präsident der IHK zu Leipzig. Die Industrie- und Handelskammer hofft, dass sich Jugendliche bei der Berufswahl unter anderem am Bedarf der Unternehmen im Freistaat orientieren und die Wirtschaft langfristig mit seinem Personal plant.

Unter www.fachkraeftemonitor-sachsen.de sind aktualisierte Daten zur Fachkräftesituation im Freistaat Sachsen und in der Wirtschaftsregion Leipzig ab sofort frei zugänglich abrufbar.


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