Im Erzgebirge ist noch Weihnachten

Cornelia Kökert (55) zeigt ein klassisches Gericht für die Lichtmess-Zeit: Bratwurst mit Sauerkraut, Hirsebrei und Wurzelgemüse.
Cornelia Kökert (55) zeigt ein klassisches Gericht für die Lichtmess-Zeit: Bratwurst mit Sauerkraut, Hirsebrei und Wurzelgemüse.  © Klaus Jedlicka

Zwönitz – Das Zauberwort heißt "Mariä Lichtmess“: Der katholische Feiertag wird am 2. Februar gefeiert – und verlängert Weihnachten im Erzgebirge um 40 Tage.

Pyramide, Lichterketten, Weihnachtsbaum - in der 12300-Einwohner-Stadt sieht es noch aus wie im Advent. Horst Kökert (64) betreibt mit seiner Frau Cornelia (55) seit zwölf Jahren den Gasthof "Zur alten Mühle": "Gerade für Touristen es interessant, auch im Januar die erzgebirgische Weihnachts-Stimmung noch genießen zu können." Deswegen führt Zwönitz – die stärkste katholische Gemeinde im Erzgebirge – das verlängerte Weihnachten kurz nach der Wende als erste im Erzgebirge ein.

Kökert: "Am 2. Februar wird dann noch einmal schön gefeiert. Am Ende des Tages wird die Pyramide angehalten, der Baum abgeschmückt." Der Feiertag gilt außerdem als Beginn des Bauernjahres, wo es die ländlichen Bewohner wieder aufs Feld hinauszieht.

Auch in Chemnitz ist die Tradition angekommen - so hat das "ChemnitzCenter" in Röhrsdorf seinen kleinen Weihnachtsmarkt bis zum 2. Februar verlängert. Das Wasserschloß Klaffenbach beendet seine Lichtmess bereits am 29. Januar (15.30 Uhr) - mit einem kleinen Konzert und Kutschfahrten. Eintritt: 3 Euro.

Die Innenstadt von Zwönitz strahlt wie in der Adventszeit.
Die Innenstadt von Zwönitz strahlt wie in der Adventszeit.  © Klaus Jedlicka