Im Urlaubs-Paradies gefangen: Polizei kassiert Auto von Touristin ein!

Chalkidiki - Unbeabsichtigtes Falschparken hat ein österreichisches Rentner-Ehepaar zu Gefangenen im eigenen Urlaub gemacht. Weil die 76-Jährige Frau mit ihrem Auto falsch parkte, legte die Polizei es zur Strafe vorübergehend still.

Mit einem Strafzettel (Symbolbild) kam die Rentnerin im Urlaubsparadies nicht davon.
Mit einem Strafzettel (Symbolbild) kam die Rentnerin im Urlaubsparadies nicht davon.  © Yuriy Brykaylo & Andriy Popov / 123rf

Dass bei Verkehrsvergehen im Ausland mit der heimischen Polizei selten zu spaßen ist, weiß jeder. Doch die Strafe die eine Rentnerin aus Graz jetzt für vermeintliches Falschparken in Chalkidiki (Griechenland) bekam, ist unfassbar!

Mit ihrem Citroen soll eine 76-jährige Rentnerin in Begleitung ihres Mannes eine Behindertenrampe zugeparkt haben.

Die Polizei ertappte sie dabei und legte ihr Auto als Strafe für 60 Tage still. Die Kennzeichen wurden konfisziert, Führerschein und Fahrzeugpapiere der Frau eingezogen.

Das Vergehen bestreitet sie allerdings gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Angeblich hätten an der Stelle keine Schilder gestanden, der Gehweg sei nur abgesenkt gewesen.

Dramatisch für das Ehepaar. Ohne Auto ist nicht nur die bereits gebuchte und bezahlte Rückreise per Fähre über Venedig unmöglich, auch die knapp bemessenen Medikamente gehen der Rentnerin am geplanten Urlaubsende aus. Zudem ist die Frau gehbehindert, muss im Oktober an der Hüfte operiert werden.

ARBÖ hift, Botschaft vermittelt

Mit Hilfe des Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs (ARBÖ) konnte dem Rentner-Ehepaar ein Leihwagen vermittelt werden, somit sind sie bis zum Ende ihres Urlaubs am 19. August wieder mobil. Auch die österreichische Botschaft versucht zu vermitteln und doch noch eine Abreise im eigenen Auto zu ermöglichen.

Sollte die Vermittlung fehlschlagen, müsste das Ehepaar die Heimreise im Leihwagen antreten und der Mann nach Ablauf der Strafe abermals die Reise nach Griechenland antreten, um das Auto heim zu holen. Jede Menge Stress und ein hoher finanzieller Aufwand wären vorprogrammiert, alles wegen eines Knöllchens.

Titelfoto: Yuriy Brykaylo & Andriy Popov / 123rf


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