Immer mehr Hunde-Attacken: 267 Menschen verletzt

Der Rottweiler auf dem Grundstück in Falkenstein, auf dem das Unglück passierte.
Der Rottweiler auf dem Grundstück in Falkenstein, auf dem das Unglück passierte.

Sachsen - Im vergangenen Jahr hat die Polizei in Sachsen so viele Hundeattacken registriert wie seit acht Jahren nicht mehr. Dabei wurden nach jüngsten Angaben des Innenministeriums 267 Menschen verletzt, als Hunde sie bissen oder ansprangen, darunter auch 39 Kinder.

Hunde gelten gemeinhin als Freund des Menschen. Manchmal aber beißen Pudel, Spitz, Dackel [&] Co. zu - mit schmerzhaften Folgen. Erst letzte Woche wurde ein 3-jähriges Kind in Falkenstein von einem Rottweiler ins Gesicht gebissen und schwer verletzt. In Sachsen weist die Tendenz dieser Attacken nach oben.

Fast 270 verletzte Menschen - das war fast ein Viertel mehr als 2013. Bei 220 weiteren Angriffen starben 11 Hunde sowie 18 Wild- und Nutztiere. Weitere 185 Hunde und 6 Wild- und Nutztiere wurden verletzt.

Gründe und Folgen der Angriffe sowie die Hunderassen werden nicht erfasst - bis auf die offiziell als gefährlich eingestuften Tiere. Die meisten Übeltäter waren Mischlinge und Hunde, bei denen allgemein keine Gefährlichkeit vermutet wird.

So wurden nur 7 Menschen und 27 Vierbeiner 2014 von Hunden angegriffen, deren Rasse als gefährlich gilt:

Im vergangenen Jahr hat die Polizei in Sachsen so viele Hundeattacken registriert wie seit acht Jahren nicht mehr. Dabei wurden nach jüngsten Angaben des Innenministeriums 267 Menschen verletzt.
Im vergangenen Jahr hat die Polizei in Sachsen so viele Hundeattacken registriert wie seit acht Jahren nicht mehr. Dabei wurden nach jüngsten Angaben des Innenministeriums 267 Menschen verletzt.

American Staffordshire Terrier, Pitbull Terrier, Bullterrier. Sie müssen laut Gesetz einen Maulkorb tragen und an der Leine geführt werden. Auch die Gemeinden im Freistaat können die Leinenpflicht festschreiben.

Seit 2010 häufte sich die jährliche Bilanz der Beißattacken jeweils auf mehr als 200 Fälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen. Mit einem Plus von fast einem Viertel fiel der jüngste Anstieg am stärksten aus.

Da die Statistik nach Ministeriumsangaben nur Vorfälle widergibt, die den Behörden bekanntgeworden sind, ist unklar, wie oft Hunde tatsächlich mit Folgen auf Mensch und Tier losgehen.

Fotos: dpa


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