Immer mehr Polen und Tschechen arbeiten in Sachsen

Polnische Saisonarbeiterin bei der Kirschenernte. Zuwanderer, die länger in Sachsen arbeiten, finden oft Jobs im Gesundheitsbereich.
Polnische Saisonarbeiterin bei der Kirschenernte. Zuwanderer, die länger in Sachsen arbeiten, finden oft Jobs im Gesundheitsbereich.

Chemnitz - In Sachsen arbeiten immer mehr ausländische Fachkräfte. Die meisten kommen aus Polen und Tschechien. Der Andrang bleibt aber verhalten.

Derzeit sind im Freistaat 34.397 Menschen aus dem Ausland sozialversicherungspflichtig beschäftigt, so die Arbeitsagentur. Das sind 6700 oder 24,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Viele der ausländischen Kräfte arbeiten in der Dienstleistungsbranche, im Gastgewerbe oder im Gesundheitswesen.

Die meisten Zuwanderer kommen aus Polen, gefolgt von Tschechien, Ungarn und Rumänien. Die wenigsten Arbeitskräfte kommen aus Schweden, Finnland oder Dänemark.

Laut Arbeitsagentur profitiert Sachsen dennoch nur in geringem Umfang von der Zuwanderung. „Das kann an den ähnlichen Arbeitsmarktbedingungen in den osteuropäischen Ländern liegen“, hieß es.

Entscheidend seien zudem attraktive Arbeitsbedingungen. Die sind woanders offenbar meist besser. Auch nach Einführung der uneingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit für osteuropäische Länder im Mai 2011 war der Andrang eher verhalten: Nur etwa drei Prozent aller Zuwanderer arbeiten in Sachsen.

Foto: dpa/Uwe Zucchi


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