Immer mehr qualifizierte Ausländer wollen in den Norden

Schwerin - Immer mehr Ausländer mit Berufsausbildung wollen im Nordosten arbeiten und hoffen auf Anerkennung ihrer in der Heimat erworbenen Abschlüsse.

Immer mehr ausländische Fachkräfte wollen in Norddeutschland arbeiten. (Symbolbild).
Immer mehr ausländische Fachkräfte wollen in Norddeutschland arbeiten. (Symbolbild).  © DPA

Im vergangenen Jahr stellten 363 ausländische Fachkräfte im Nordosten einen Antrag auf Anerkennung ihrer Berufsqualifikation, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Schwerin mitteilte. Dies seien 67 mehr als im Vorjahr gewesen und 122 mehr als im Jahr 2015.

Fachkräfte aus dem Ausland können ihren Berufsabschluss auf Gleichwertigkeit zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation prüfen lassen. Die zuständigen Stellen im Land schlossen laut Statistikamt im vergangenen Jahr 342 Verfahren ab - wobei in 183 Fällen (54 Prozent) der ausländische Berufsabschluss als gleichwertig anerkannt wurde.

In 129 Fällen (38 Prozent) sei die Qualifikation eingeschränkt anerkannt worden - den Betroffenen seien häufig Anpassungslehrgänge und Prüfungen auferlegt worden. Fast jedes zehnte Verfahren (30 Anträge) sei negativ beschieden worden.

Die mit Abstand meisten Anerkennungsverfahren betrafen wie in den Vorjahren medizinische Berufe, wie es hieß. Auf diese Berufsgruppe entfielen den Angaben zufolge 259 der 363 Anträge. Allein 116 seien von Ärzten und Zahnärzten gestellt worden.

Fast zwei Drittel aller Antragsteller (224 Personen) kamen laut Statistikamt aus Osteuropa, zum Beispiel aus Polen, Serbien, Ungarn, der Ukraine oder Russland. Weitere 65 Antragsteller stammten aus Syrien.