Chemnitz droht Kita-Notstand!

Linken-Stadträtin Susanne Schaper (36) bemängelt das Personalmanagement des Rathauses.
Linken-Stadträtin Susanne Schaper (36) bemängelt das Personalmanagement des Rathauses.

Von Martin Friedemann

Chemnitz - Politiker sind besorgt: 1265 städtische Mitarbeiter gehen in den nächsten zehn Jahren in Rente.

„Ein Personalkonzept muss dringend erarbeitet werden“, fordert Linke-Fraktions-Chefin Susanne Schaper (36). Einige Einrichtungen sind besonders vom Kahlschlag betroffen. In den ohnehin von Personalmangel betroffenen Kitas geht bis 2025 ein Drittel der 814 Erzieherinnen in den Ruhestand.

Zugunsten eines ausgeglichenen Haushaltes baut die Stadt bereits 600 Stellen ab. Die Zahlen über die in Rente gehenden Stadt-Mitarbeiter sind seit einem Jahr bekannt.

„Die Herren vom Personalamt sollten mal ausschlafen!“, empört sich Frau Schaper. Ein städtischer Entwurf zur Bewältigung der Personalkrise soll im Frühjahr erscheinen. Dietmar Berger (63, Linke) sitzt im zuständigen Gremium „Strategie - ausschuss Verwaltung 2020“.

Er verrät leicht frustriert:
„Manche Dinge könnten schneller gehen. Das neue Personalkonzept hat nicht alle Zeit der Welt.“ Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (52, SPD) verteidigt die Personaler- Arbeit: „Solch eine Zäsur hat es seit der Wende nicht gegeben. Im Kulturbereich haben wir bereits reagiert, genauso wie bei der Zusammenlegung von Schulverwaltungsund Sportamt.“

Fotos: Gleisberg, Zschage, Steffen Füssel


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