In diesem Park ist Alkohol bald verboten!

Im Sommer zieht es viele in Parks. Ein kühles Bierchen darf da oft nicht fehlen. Im Webereipark in Gütersloh gehört das aber bald der Vergangenheit an. (Symbolbild)
Im Sommer zieht es viele in Parks. Ein kühles Bierchen darf da oft nicht fehlen. Im Webereipark in Gütersloh gehört das aber bald der Vergangenheit an. (Symbolbild)  © 123RF

Gütersloh - Gerade im Sommer locken Parks Menschen an. Dann wird die Picknickdecke und ein kühles Bierchen ausgepackt. Aber zumindest der Alkohol könnte im Park der Weberei in Gütersloh bald zum Problem werden.

In NRW-Städten wie Duisburg und Herne gilt bereits ein striktes Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Und auch in Gütersloh soll es "vermehrt Beschwerden" gegeben haben, wie erläutert Thomas Habig, Leiter des städtischen Fachbereichs Ordnung, der Neuen Westfälischen bestätigt.

"Über Verunreinigungen, zu hohe Lautstärke oder über Urinieren" beschwerten sich die Leute. Selbst auf dem angrenzenden Spielplatz wurden zerbrochene Flaschen gefunden. Spätestens Ende Mai soll deshalb ein komplettes Alkoholverbot her!

"Vielleicht schon nächste, spätestens aber übernächste Woche werden an allen Park-Eingängen zwischen Bibliothek und Dalkebrücke Schilder aufgestellt", so Habig.

In diesem Park gilt demnächst das Verbot.
In diesem Park gilt demnächst das Verbot.  © Screenshot/Google Maps

Wer zukünftig trotz des Verbots mit Alkohol angetroffen wird, hat allerdings nicht mit einer Geldstrafe zu rechnen.

Stattdessen gibt's Platzverweise. "Die gelten zunächst einmal für 24 Stunden. Im Wiederholungsfalle können sie aber schriftlich zugestellt und beispielsweise auf sechs Wochen ausgedehnt werden."

Vor allem diejenigen, die regelmäßig zum Trinken in den Park kommen, trifft das Verbot hart. "Wo sollen wir denn noch hin", fragt beispielsweise der 41-jährige "Matze". "Es gibt eben auch Leute, die sich einen Biergarten nicht leisten können. Die Stadt soll doch mal Vorschläge machen, wo wir dann hin können", stimmt ihm die gleichaltrige Nadja zu.

Für die zerbrochenen Flaschen wollen sie keine Verantwortung übernehmen. Die Schuld liegt bei Jugendlichen, die sich auf den Spielplätzen tummeln. "Die haben auch nicht so viel Geld und glühen deshalb auf dem Spielplatz vor", erzählt Dieter (51).

Dass sich die Trinkerszene durch das Verbot auflöst, ist wohl unrealistisch. Das weiß auch Habig: "Man muss sich im Klaren darüber sein, dass es zu einer Verdrängung kommt. Wohin die Menschen dann gehen, bleibt abzuwarten."

Titelfoto: 123RF


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