In diesen Dresdner Stadtteilen seid ihr am besten vernetzt





Endlich rasend schnelles Internet: Vodafone-Techniker Thomas Weniger 
(46)arbeitet an einem Verteilerkasten in Striesen.
Endlich rasend schnelles Internet: Vodafone-Techniker Thomas Weniger (46)arbeitet an einem Verteilerkasten in Striesen.  © Steffen Füssel

Dresden - Dresden und die Welt, das ist in der Regel eine Fernbeziehung. Die Bahnanbindung ist mau, direkte Flugziele sind rar. Da bleibt häufig nur der Weg ins digitale World Wide Web, um die weite Welt im Internet zu erkunden. 

Während Sachsen im Bundesvergleich hinterherhinkt, ist Dresdens Breitband-Anbindung auf dem schnellen Vormarsch. Etliche Anbieter investieren Millionen, legen stadtweit moderne Glasfaserkabel in die Erde. 

Hochauflösende Filme gucken, Musik hören und Fotos verschicken dürfte bald zum Alltag gehören. Beispiel Vodafone: Der Konzern verlegt momentan in Striesen, Löbtau, Kaditz, Strehlen, Leuben und Übigau rund 100 Kilometer neue Kabel im Wert von sieben Millionen Euro.

In vielen Vierteln werden alte Kupferkabel durch neue Glasfaserkabel 
ersetzt.
In vielen Vierteln werden alte Kupferkabel durch neue Glasfaserkabel ersetzt.  © Steffen Füssel

„Immer mehr Menschen greifen mit mehr Geräten wie Laptops und Smartphones auf das Internet zu. Die alten Kupferkabel sind dem Andrang und der Datenmenge nicht mehr gewachsen“, erklärt Jörg Süptitz, Chef der Vodafone Kabel Deutschland GmbH. 

Die Kabel sollen nächstes Jahr Anschlussgeschwindigkeiten von bis zu 400 Megabit pro Sekunde ermöglichen. Ein Hollywood-Blockbuster wäre damit in weniger als einer Minute geladen.

Auch die Tele Columbus Gruppe investiert in neue Technik: Für 15 Millionen Euro werden hauptsächlich in Prohlis, Leubnitz, Nickern, Gorbitz, Zschertnitz, Südvorstadt Ost, Seidnitz und Striesen neue Kabel verlegt. Damit ist Surfen mit 128 Megabit pro Sekunde möglich.





Aktuell gräbt Vodafone an der Eisenacher Straße in Striesen die Bürgersteige 
auf, um neue Kabel zu verlegen.
Aktuell gräbt Vodafone an der Eisenacher Straße in Striesen die Bürgersteige auf, um neue Kabel zu verlegen.  © Steffen Füssel

Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (39, Grüne) lobt den Ausbau: „Eine schnelle Datenanbindung ist enorm wichtig für unsere Stadt, sowohl als Wirtschafts- als auch als Wohnstandort.“

Zuletzt bemängelten in einer Umfrage der Handwerkskammer Dresden 13 Prozent aller befragten Unternehmen die geringe Geschwindigkeit ihres Anschlusses. Immerhin 35 Prozent bestätigten einen sehr schnellen Zugang.

Rasend schnelles Internet bietet übrigens die Dresdner DSI GmbH, die ebenfalls über eigene Kabel verfügt. Mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde surfen deren gewerbliche Kunden in sieben Dresdner Gewerbegebieten.

Am Ende müssen Anwohner trotztem genau prüfen, ob bei ihnen schon ein schneller Anschluss vorliegt. Das piepsende Modem gehört allerdings definitiv der Vergangenheit an...





Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (39, Grüne) freut sich über die 
Investitionen der Firmen.
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (39, Grüne) freut sich über die Investitionen der Firmen.  © Steffen Füssel
Jörg Süptitz (52) von der Vodafone Kabel Deutschland GmbH sorgt für 100 
Kilometer neue Glasfaserkabel in Dresden.
Jörg Süptitz (52) von der Vodafone Kabel Deutschland GmbH sorgt für 100 Kilometer neue Glasfaserkabel in Dresden.  © Steffen Füssel