In Polizeizelle verbrannt: Feuer-Tod von Oury Jalloh jährt sich zum 15. Mal

Dessau-Roßlau - Anlässlich des 15. Todestages des Asylbewerbers Oury Jalloh (†36) in einer Dessauer Polizeizelle wird am Dienstag an den Verstorbenen erinnert.

Am heutigen 7. Januar 2020 jährt sich der Tod des Asylbewerbers zum 15. Mal.
Am heutigen 7. Januar 2020 jährt sich der Tod des Asylbewerbers zum 15. Mal.  © dpa/Hendrik Schmidt

An dem Polizeirevier, in dem der aus Sierra Leone stammende Mann starb, werde es eine Gedenkveranstaltung (11 Uhr) geben, an der voraussichtlich 30 bis 40 Menschen teilnehmen, wie die Polizei mitteilte.

Für den Nachmittag (14.00 Uhr) ist eine Demonstration des Bündnisses "Break the silence - Initiative in Gedenken an Oury Jalloh" angemeldet, zu der den Angaben zufolge zwischen 750 und 1000 Teilnehmer erwartet werden.

Der betrunkene und unter Drogen stehende Jalloh war am 7. Januar 2005 nach dem Brand in der Polizeizelle mit erheblichen Verbrennungen tot aufgefunden worden (TAG24 berichtete).

Ob er selber die Matratze angezündet hat, auf der er gefesselt lag, ist bis heute nicht geklärt.

Ob Oury Jalloh seine Zellen-Matratze selbst entzündete, ist noch immer nicht geklärt.
Ob Oury Jalloh seine Zellen-Matratze selbst entzündete, ist noch immer nicht geklärt.  © Imago Images/Christian Schroedter

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