Leopard entführt Junge (3) und beißt ihm den Kopf ab

Indien - Schon wieder hat ein Leopard in Indien ein Menschenopfer gefordert. Nachdem erst kürzlich ein Mönch beim Morgengebet totgebissen wurde (TAG24 berichtete), musste nun ein erst dreijähriger Junge sterben.

Ein Leopard hat in Indien offenbar schon zum dritten Mal ein Kind getötet. (Symbolbild)
Ein Leopard hat in Indien offenbar schon zum dritten Mal ein Kind getötet. (Symbolbild)  © 123RF

Er war laut einem Bericht der "Daily Mail" aus dem Familienhaus in Nordindien entführt worden, als sich der Kleine mit seiner Mutter in der Küche befand. Das Raubtier stürzte sich demnach auf den Jungen, zog ihn in den Wald und fiel dort über ihn her.

Beamten vermuten, dass es sich um denselben Leoparden handelt, der in den vergangenen zwei Monaten bereits zwei andere Kinder in der Gegend getötet haben soll. Dieses Mal traf es den dreijährigen Wasim Akram.

Wildtierbeamte fanden den leblosen Körper des Jungen ohne Kopf. Der Leopard hatte ihn enthauptet. Während Akrams Körper am Dienstag seinen trauernden Eltern übergeben wurde, fordern nun viele, den Leoparden unschädlich zu machen.

Doch bisher blieb die Suche nach dem todbringenden Raubtier erfolglos. Mit Beruhigungswaffen ausgestattete Beamte konnten es noch nicht ausfindig machen. Indes hat man Empfehlungen für die Menschen in der Region herausgegeben, um vor Tierangriffen geschützt zu sein.

Der örtliche Wildhüter Tahir Ahmad Shawl weiß: "Dies ist ein Waldgebiet und der Mensch ist in seinen (tierischen) Lebensraum eingedrungen und nicht umgekehrt. Deshalb geschehen diese Vorfälle." Offizielle Schätzungen gehen davon aus, dass es in Indien zwischen 12.000 und 14.000 Leoparden gibt.

Im Jahr 2017 wurden schätzungsweise 431 Leoparden getötet - die meisten von Wilderern wegen ihrer Felle und Körperteile. Auch die städtische Expansion hat ihre Zahl schrumpfen lassen und sie zugleich in engeren Kontakt - und Konflikt - mit dem Menschen gebracht.

Es gibt keine offiziellen Zahlen über die Zahl der Menschen, die von Leoparden getötet wurden, aber Experten mnutmaßen, dass es jedes Jahr Hunderte von Todesfällen gibt.

Titelfoto: 123RF

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