Mörder wird nach Jahren dank eines skurrilen Tricks gefasst

Madhya Pradhesh (Indien) - Um einen seit Ewigkeiten gesuchten Straftäter zu fassen, musste die Polizei von Indien einen unkonventionellen Weg gehen.

Die indische Polizei fasste nun endlich den Serien-Straftäter (Symbolbild).
Die indische Polizei fasste nun endlich den Serien-Straftäter (Symbolbild).  © 123RF/tktktk

Jahrelang plünderte Balkrishna Chaubey (55) mit seiner Gang Dörfer, raubte Menschen aus, mordete sogar. Die Gruppierung war in halb Indien bekannt. Die Polizei verfolgte sie schon lange.

Immer wieder wollten die Beamten zugreifen, doch der Gesuchte war jedes Mal bereits auf der Flucht.

In sozialen Netzwerken ist eine Polizistin, die in der Angelegenheit ermittelt, jedoch vor kurzer Zeit auf Chaubey aufmerksam geworden. Er suchte dort eine Frau zum Heiraten, berichtet India Today.

Nachbarin ausgeraubt und dann erwürgt?
Mord Nachbarin ausgeraubt und dann erwürgt?

Die Beamtin Madhavi Agnihotri holte sich das Einverständnis des Polizeiobermeisters und begann deshalb, mit dem gesuchten Mann zu chatten.

Etwas mehr als eine Woche sollen sie sich immer wieder Nachrichten geschickt haben. Danach wurde nicht lange gefackelt:

Die Beamtin machte ihm ganz unverhohlen einen Antrag.

Der Mörder ließ sich natürlich nicht zweimal bitten. Sofort willigte er ein, die Dame zu heiraten.

Antrag geglückt, Verhaftung ebenso

Gesehen haben sich beide zu diesem Zeitpunkt noch nie. Doch das sollte sich bald ändern.

Die Polizistin verabredet sich mit Balkrishna Chaubey an einen Tempel im Dorf Bijori, wo er lange Zeit lebte. Agnihotri brachte jedoch noch zahlreiche Kollegen in Zivilkleidung mit. Sie fielen dem Serien-Straftäter nicht auf.

Der 55-jährige Räuber und die Polizistin trafen sich pünktlich am Tempel. Nur ganz kurz sprachen beide miteinander, dann gab Madhavi Agnihotri ein Signal an ihre Kollegen und der Zugriff erfolgte.

Beamte konnten den Mann festnehmen, ehe er realisierte, was da vor sich ging. Chaubey wollte schon nach seiner Waffe greifen, doch er war zu langsam.

Am vergangenen Donnerstag fand diese skurrile Verhaftung statt, am Freitag wurde er schon dem Richter vorgeführt. Nun sitzt er in Untersuchungshaft, bis er sich wegen mehrfachen Raubes und Mordes verantworten muss.

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