Verheiratete Frau bringt Kind zur Welt, ohne je Sex gehabt zu haben

Indien - Revati Bordawekar (30) konnte sich vor Kurzem das wohl größte Glück erfüllen, das eine Mutter erleben darf. Sie brachte ein gesundes Kind zur Welt. Aufgrund gesundheitlicher Probleme verzichtete sie jedoch auf Geschlechtsverkehr, um schwanger zu werden.

Die Freude über das Elternglück ist Revati Bordawekar und ihrem Mann anzusehen.
Die Freude über das Elternglück ist Revati Bordawekar und ihrem Mann anzusehen.  © Facebook Screenshot Revati Bordawekar Chandragiri

Ihren Mann, der vor einigen Jahren noch in den USA lebte, lernte sie per Online-Dating kennen. Beide heirateten und lebten schließlich in Indien zusammen.

Mit dem Sex ließen sich beide Zeit. In der Hochzeitsnacht rückte Bordawekar dann mit der Sprache heraus. Sie erzählte ihrem Bräutigam, dass sie vor dem körperlichen Liebesakt Bammel habe, da sie an Vaginismus leide.

Dass bei ihr etwas anders sei, habe sie bereits mit 22 Jahren bemerkt, berichtete die Frau gegenüber Daily Mail.

Damals versuchte sich die dunkelhaarige Dame, einen Tampon einzuführen, schaffte es jedoch nicht. Immer wieder zitterten ihre Finger, als sie probierte, den Hygieneartikel zu benutzen.

Gleichzeitig hatte die Inderin das Gefühl, dass sich ihre Vaginalöffnung geradezu verschloss.

Ganz ähnlich erging es der Protagonistin beim Geschlechtsverkehr. Zunächst glaubte sie noch, dass ihre Vagina zu klein sei, dann stolperte sie bei Google über das medizinische Phänomen Vaginismus.

Louise Brown war die erste Frau, die durch In-Vitro-Fertilisation zur Welt kam. Hier betrachtet sie das ausgestellte Reagenzglas, in dem sie erschaffen wurde.
Louise Brown war die erste Frau, die durch In-Vitro-Fertilisation zur Welt kam. Hier betrachtet sie das ausgestellte Reagenzglas, in dem sie erschaffen wurde.  © dpa (Symbolbild)

Dort wurden ihr einige Tipps geraten, um die Verkrampfung ihrer Genitalregion lösen zu können. Doch weder eine betäubende Creme, der Genuss von Wein noch ein ausführliches Vorspiel schufen Abhilfe.

2018 versuchte sich das Paar ein letztes Mal am Geschlechtsverkehr.

Für die Frau fühlte es sich jedoch "super unangenehm" an, sodass sich das Paar für eine In-Vitro-Fertilisation entschied. Nach der erfolgreichen künstlichen Befruchtung fühlte sich die Inderin auf unwirkliche Weise überglücklich.

Doch während der Schwangerschaft kam es zu Problemen.

Die Frau kämpfte plötzlich mit einer Blutung. Letzter Ausweg war eine Sonde, die ihr in die Vagina geschoben werden musste. Augen zu und durch hieß es. Die Frau bat Mitarbeiter des medizinischen Personals ihre Hände und Füße fest zu halten. Der Arzt versprach den Gegenstand langsam einzuführen und hielt Wort.

Vor etwa einem Monat geschah dann das Unglaubliche! Trotz ihrer Krankheit gebar die Frau ein gesundes Kind. "Ich möchte zeigen, dass Vaginismus sie nicht daran hindert, ein Baby auf die Welt zu bringen. Vaginismus ist echt. Er ist nicht (nur) in deinem Kopf und verschwindet auch nicht, wenn du dich entspannst oder Wein trinkst", resümiert die frisch gebackene Mutter, wie es ist, mit Vaginismus zu leben. Sie hat sich jedoch nie entmutigen lassen und wurde dafür belohnt.

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