Unfassbare Zerstörung: Hier wird für Großkonzerne unser Planet ruiniert

Indonesien - Was Greenpeace in einem neuen Twitter-Video zeigt, sucht seinesgleichen: Die gigantische Zerstörung des Regenwaldes in Indonesien auf einer Fläche, die zusammengenommen ungefähr der von Dresden und Chemnitz entspricht!

So schön sah der Regenwald vor wenigen Tagen noch aus.
So schön sah der Regenwald vor wenigen Tagen noch aus.  © Twitter/Screenshot/@greenpeace_de

Entstanden sind die Bilder von einem Helikopter aus, mit dem die Umwelt-Aktivisten über der indonesischen Insel Papua einen Rundflug machten, um Beweismaterial zu sammeln, berichtet das "Handelsblatt".

Grund für diese krasse Zerstörung soll das Profitdenken der indonesischen Regierung sein, die auf der Fläche von etwa 500 Quadratkilometern eine gigantische Palmöl-Plantage errichten will.

Für diese kommt die Veröffentlichung zur Unzeit. Denn Indonesien versucht momentan, die EU von ihrem Plan abzubringen, künftig deutlich weniger Palmöl zu importieren. Dafür präsentiert sich das Land als Vorreiter in Sachen Umweltschutz.

Das hat ihnen Greenpeace jetzt gründlich vermasselt. Außerdem stellt die Organisation in ihrem Video ganz klar eine Liste der Firmen vor, die für die Abholzung verantwortlich sein sollen.

Laut Greenpeace haben Unilever und Nestlé eine Mitschuld

Dieses Schlachtfeld ließen Großkonzerne übrig - gegen alle Versprechen!
Dieses Schlachtfeld ließen Großkonzerne übrig - gegen alle Versprechen!  © Twitter/Screenshots/@greenpeace_de

Zu dem Video titeln die Umweltschützer: "Aufgedeckt: Ein Zulieferer von @Nestle, @Unilever und anderen zerstört in Indonesien #Regenwald für #Palmöl. Die Konzerne müssen sich an ihr Versprechen erinnern: Kein Palmöl von Urwald-Zerstörern!"

Einige Unternehmen reagierten laut "Handelsblatt" auf die Vorwürfe umgehend: "Wir sind nach den jüngsten Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vorwürfe nicht ausreichend aufgearbeitet werden", sagte ein Sprecher von Unilever.

Auch Nestlé wollte die Vorwürfe von Greenpeace nicht einfach so stehen lassen. Der Konzern teilte mit, dass man Probleme mit dem Zulieferer auf Papua festgestellt habe."Wir sind besorgt über die Erkenntnisse und arbeiten daran, das Problem zusammen mit unserem Zulieferer anzugehen", ließ der Konzern mitteilen.

Greenpeace kritisierte die Haltung der Indonesier aufgrund der neuen Enthüllungen: "Wenn die Regierung diese Industrie verteidigen will, dann wäre es das Beste, die Branche zur Besserung zu zwingen, anstatt mit einem Handelskrieg zu drohen", so Richard George, ein Mitglied von Greenpeace, das sich in der Organisation um Regenwaldkampagnen kümmert.