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Haben Infinus-Manager Anleger bewusst getäuscht?

Leipzig - Im Zusammenhang mit dem Infinus-Finanzskandal sieht das Landgericht Leipzig Hinweise dafür, dass Anleger in Prospekten der Finanzgruppe getäuscht worden sind.
Vorwurf: 40.000 geprellte Anleger, eine Milliarde Euro Schadensumme.
Vorwurf: 40.000 geprellte Anleger, eine Milliarde Euro Schadensumme.

Leipzig - Im Zusammenhang mit dem Infinus-Finanzskandal sieht das Landgericht Leipzig Hinweise dafür, dass Anleger in Prospekten der Finanzgruppe getäuscht worden sind.

In den Prospekten seien die Geschäfte der Infinus-Konzernmutter Future Business KGaA (FuBus) verzerrt dargestellt worden, sagte Landgerichtspräsident Karl Schreiner am Montag. Schreiner sitzt der 9. Zivilkammer vor, die derzeit über eine Schadenersatz-Klage gegen fünf ehemalige Manager des Konzerns verhandelt.

Geklagt hat ein sächsischer Ingenieur, der 75.000 Euro in sogenannte Orderschuldverschreibungen gesteckt hatte.

Der 57 Jahre alte Ingenieur schilderte sich selbst im Gericht als gutgläubigen, ahnungslosen Kunden. Er habe früher ab und an Aktien gekauft und sein Vermögen ansonsten in Festgeld angelegt. Als das kaum noch Zinsen brachte, habe er eine Alternative gesucht und sei durch "Mundpropaganda" auf Infinus gekommen.

Dort lockten sechs Prozent. Mehrfach traf er sich mit einer Beraterin und zeichnete die riskanten Orderschuldverschreibungen.

Der Kläger Gerold Bläsche steht zwischen seinen Anwalten im Landgericht Leipzig (Sachsen).
Der Kläger Gerold Bläsche steht zwischen seinen Anwalten im Landgericht Leipzig (Sachsen).

"Ich bin Elektroniker, ich entwickele Leiterplatten. Solche Geldsachen - das verstehe ich nicht so richtig", sagte der Diplomingenieur. Die Prospekte habe er nicht im Detail gelesen, eher der Beraterin vertraut. "Ich war der Überzeugung, es ist eine sichere Sache."

War es aber nicht, denn die Schuldverschreibungen sind nicht über das Einlagensicherungssystem geschützt. Wie 25.000 andere Anleger bangt der 57-Jährige nach der Infinus-Pleite jetzt um sein Geld.

Anzeichen für eine Prospekthaftung sehe das Gericht bei den fünf Managern nicht, sagte Richter Schreiner. Allerdings stehe die Frage im Raum, ob die Infinus-Leute die Anleger sittenwidrig geschädigt hätten. In den Prospekten sei die Geschäftstätigkeit falsch dargestellt worden. Dort sei zum Beispiel nicht erwähnt worden, dass innerhalb der Infinus-Gruppe ein Provisionskarussell mit Lebensversicherungen für eigene Mitarbeiter gedreht wurde.

Die Zivilkammer überlegt nun, ein Sachverständigen-Gutachten über die Infinus- und FuBus-Geschäfte in Auftrag zu geben. Zudem muss die Kammer noch darüber entscheiden, ob der Infinus-Gründer als Zeuge in dem Prozess gehört werden kann. Der in Untersuchungshaft sitzende Mann hat ein Zeugnisverweigerungsrecht geltend gemacht.

Er sollte eigentlich schon am Montag befragt werden. Der Zivilprozess (Az: 09 O 1528/14) wurde auf den 18. September vertagt.

DER INFINUS-SKANDAL in Zahlen

Hauptstraße Dresden. Dieses Gebäude war lt. MDR ebenso ein Fall von vielen für den Insolvenzverwalter.
Hauptstraße Dresden. Dieses Gebäude war lt. MDR ebenso ein Fall von vielen für den Insolvenzverwalter.

40.000 geprellte Anleger, eine Milliarde Euro Schadensumme - die Insolvenz der Dresdner Infinus-Finanzgruppe ist der größte Finanzskandal der Republik. Die nun verkauften Immobilien gehörten gerade mal zu zwei der bundesweit 18 Firmen des Infinus-Konglomerats.

Sie sollen mit dem Abschluss unzähliger Versicherungsverträge ein millionenschweres Provisions-Karussell (Schneeballsystem) gedreht haben.

Seit Februar 2012 ermittelt die Staatsanwaltschaft Dresden wegen Betruges und Bilanzfälschung. Im November 2013 klingelten bei bundesweiten Razzien die Handschellen.

Derzeit laufen noch immer die Ermittlungen der Dresdner Staatsanwaltschaft wegen Anlagebetrugs gegen insgesamt sechs Manager. Demnächst will die Staatsanwaltschaft Anklage erheben.

Fotos: dpa, Thomas Türpe

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