Schock-Umfrage! 25 Prozent aller Sachsen würden die AfD wählen

Martin Dulig (42, SPD, l.) und Stanislaw Tillich (57, CDU, r.) sehen die Umfrageergebnisse als Weckruf. 
Martin Dulig (42, SPD, l.) und Stanislaw Tillich (57, CDU, r.) sehen die Umfrageergebnisse als Weckruf.  © DPA

Dresden/Leipzig - 25 Prozent aller Wähler in Sachsen würde nach einer Befragung die AfD wählen. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte repräsentative Umfrage des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR).

"Die AfD sammelt alles, was an Unzufriedenheit da ist, zusammen. Wir müssen uns den Kopf darüber zerbrechen, wie wir die Wettbewerbsfähigkeit beibehalten", sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (57, CDU) im MDR. 

Während die AfD erneut zulegt, verlieren CDU und SPD vier und ein Prozentpunkte und kommen auf 34 beziehungsweise 12 Prozent der Stimmen. 

Damit hätte die schwarz-rote Koalition keine Regierungsmehrheit mehr. Jeder zweite Sachse ist der Umfrage zufolge unzufrieden mit der Landesregierung. Etwa ein Drittel der Befragten traut zudem keiner Partei zu, die wichtigsten Aufgaben im Land zu bewältigen.

"Es ist eine Umfrage, die mich nachdenklich macht. Es ist etwas ins Rutschen gekommen. Wir merken seit Wochen und Monaten, dass das Vertrauen verloren gegangen ist und wir deshalb nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können. Das Wichtigste, was wir tun müssen, ist Vertrauensarbeit", meinte Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (42, SPD). 

Er sieht diese Werte als einen Weckruf: "Das Interessante bei der AfD ist, dass die eigenen Wähler ihnen nicht zutrauen, die Probleme zu lösen. Nur sieben Prozent trauen der Partie überhaupt zu, Themen zu setzen und sie zu lösen", meint er und führt im MDR fort:

"Die AfD wird aus Unzufriedenheit, Wut, Enttäuschung und Ohnmacht gewählt. Viele Menschen haben das Gefühl, sie müssen AfD wählen, um uns wachzurütteln."

Die Umfrageergebnisse von infratest dimap im Auftrag des MDR. 
Die Umfrageergebnisse von infratest dimap im Auftrag des MDR.  © Screenshot MDR
Frauke Petry, Parteivorsitzende der AFD.
Frauke Petry, Parteivorsitzende der AFD.

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